Friedliche Riesen-Party

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Das Verkehrschaos nach dem Hauptplatzumbau beschäftigte die Schüler der 5c des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums.

Landsberg – Im Dschungelcamp waren die Landsberger Schüler mit dabei und vor dem Weltuntergang hatten sie Angst – zu­mindest beim diesjährigen Faschingsumzug durch die Innenstadt. Insgesamt waren 97 Klassen mit von der Partie. Aus Sicht der Polizei ging es am Lumpigen Donnerstag relativ ruhig zu.

Die beliebtesten Themen im Jubiläumsjahr waren bei den Schülern die Figuren aus Super Mario oder Disney, auch Comic-Helden waren häufig beim Umzug gesehen. Viele Gruppen machten sich auch Sorgen um den Hauptplatzumbau, etwa die W13 der Fachoberschule. Das Verkehrschaos nach dem Umbau befürchteten zudem die 5c des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums und die 6a des Ignaz-Kögler-Gymnasiums. Meistens ging es thematisch bei den Gruppen lustig zu, wie bei der „Facebookparty“, die die 6c des DZG feierte. Die 5b tanzte vom Beginn am Papierfleck bis zum Finale am Rossmarkt den „Gangnam-Style“, der letztes Jahr die weltweiten Charts beherrschte. Auch diverse Fernsehsendungen waren beliebt, etwa verteilte der Bachelor Rosen an seine Auserwählten und eine Klasse war sogar im Dschungelcamp. Die 6b des IKG hatte dagegen Angst vor dem Weltuntergang, der für den 21. Dezember im letzten Jahr prophezeit war. Auch Politisches beschäftigte die Schüler, die Energiewende kam bei der W11b der FOS zur Sprache, und die Sexismus-Vorwürfe gegen Rainer Brüderle waren ebenfalls ein Thema. Die Q12 des DZG beklagte, dass die Stadt nur 80 Cent pro Schüler für den Umzug beisteuerte, dementsprechend spärlich fielen mit den Müllsäcken die Kostüme der Truppe aus. Die W13 und W12a der FOS nahmen mit dem Motto „Kein Plan aber Wlan“ den Erfolg der Piratenpartei aufs Korn. „Das war seit Langem der ruhigste Ablauf an einem Lumpigen Donnerstag“, bilanzierte Landsbergs Polizeipressesprecher Franz Kreuzer. Die ein oder andere „Alkoholleiche“ habe es zwar gegeben, insgesamt aber sei es sowohl beim Umzug als auch danach geordnet zugegangen. Etwa 50 bis 60 Flaschen Alkohol fanden die Beamten bei den Feierwütigen – die Getränke wurden aber noch an Ort und Stelle ausgeschüttet. Auch einige „Wildbiesler“ trieben in der Innenstadt ihr Unwesen – sie müssen ein Verwar­- nungsgeld an die Stadt bezahlen. Nach 14 Uhr habe es zwei kleinere Auseinandersetzungen zwischen den Feiernden gegeben, die sich aber rasch beruhigten.

Janina Bauch

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