Schützenheim mit Optionen

Der Schondorfer Gemeinderat hat aufseiner jüngsten Sitzung den Neubau des Schützenheims in der Mühlau (Foto, mit Bogenschießanlage) beschlossen. Foto: Nagl

Vor wenigen Wochen feierten die Schondorfer Senioren die Einweihung des Seniorentreffs, zum Jahresende wird auch die Jugend ein neues Domizil bekommen. Damit auch der Schützenverein Diana nicht länger im Regen steht, stimmte der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung nun auch dem Neubau eines Schützenheims in der Mühlau zu.

Gleich zwei Aufträge winken somit einer Holzbaufirma aus Hechenwang. Denn ebenso wie der Jugendtreff soll auch das Schützenheim in Holzbauweise errichtet werden. Diskussionen gab es zum Bauvolumen: Für 271000 Euro ist ein Gebäude in Holzständerbauweise mit ausbaubarem Dachgeschoss zu haben. Sieben von zwölf Gemeinderatsmitglieder sprachen sich dafür aus. 40000 Euro weniger würde bei einer nur erdgeschossigen Variante eingespart. Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) gab seinerseits zu bedenken, dass die teurere Variante „die größtmögliche Freiheit“ biete, im Obergeschoss auf 110 Quadratmeter eine weitere Nutzung unterzubringen. Allerdings ist diese aufgrund bestehender Vereinbarungen aus Grundstücksankäufen auf sportliche Aktivitäten beschränkt. Marlene Orban (SPD) schlug vor, Turn- und Gymastikkurse im Obergeschoss über dem Schützenheim zu etablieren und Michael Deiniger (FWS) verwies darauf, dass der Hallenbelegungsplan der Sporthalle ohnehin schon „aus allen Nähten“ platze. CSU-Gemeinderat Thomas Eichinger sprach städtebauliche Gesichtspunkte an: „Ein zweistöckiges Gebäude ist nicht das, was man in der Au erwartet.“ Außerdem könne die Gemeinde für sich nicht mehr beanspruchen, was sie den Bürgern in diesem Ortsbereich nur ungern zugestehe. So sah es auch Wolfram Häberle (CSU). Er wies darauf hin, dass die größere Variante schon jetzt die Festsetzungen des Bebauungsplans sprengen würde. Trotzdem einigte sich der Gemeinderat mit 7:5 Stimmen auf ein zweigeschossiges Gebäude: Im Erdgeschoss wollen die Schützen zehn Schießbahnen, einen Aufenthaltsraum, Waffenkammer, Toiletten und eine kleine Küche unterbringen. Im Verein hofft man nun, dass der Rohbau bis zum Jahresende steht, dann könnte Mitte Januar schon wieder notdürftig geschossen werden. Noch sind die Schondorfer Schützen auf die Großzügigkeit der Nachbargemeinden angewiesen. Aus der Gaststätte Drei, ihrem früheren Domizil, mussten die Schützenvereinigung Diana schon im vergangenen Jahr ausziehen, nachdem der Gasthof auf „Bed and Breakfast“ umgestellt hatte. Der Schützenmeister musste daraufhin beide Vereinsmannschaften vom Rundenwettkampf abmelden, da man als Teilnehmer mindestens einmal pro Woche trainieren muss.

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