Ein Schule, in der Musik lebt

Am Festabend zur Ernennung der Carl-Orff-Hauptschule zur Musikhauptschule haben Schüler und Lehrer ein Feuerwerk aus Musik und Kreativität entfacht, das alle Anwesenden mitriss und Carl Orff, dem Komponisten und Namenspatron der Schule, alle Ehre machte. Während die Festreden nach Möglichkeit kurz gehalten wurden, nutzte die musikbegeisterte Schulfamilie in der Turnhalle Raum und Zeit, um zu zeigen was sie kann.

Die Bläserklassen der dritten und vierten Jahrgangsstufen bliesen den Zuhörern mit rockigen und jazzigen Kompositionen den Marsch, die Schulchöre sagen aus vollen Kehlen, das Lehrer-Salon-Orchester mit Schulleiter Michael Bauer am Kontrabass stimmte einen „Freuden-Galopp“ an, der aus dem Herzen kam, und flotte Tänze und englische Sketche sorgten für Kurzweil. Die Turnhalle war geschmückt mit Blumen und bunten Musik­noten und das Logo der Schule, dass über der Bühne prangte zeigte sich erstmals berei­- chert durch den Schriftzug „Musikhauptschule“. Ein Prädikat, verbunden mit den entsprechenden Förderungen, das sich die COV ab sofort als eine von nur acht Schulen der über 900 bayerischen Hauptschulen auf die Fahnen schreiben darf. Lebensmittel Musik Fantasie sei nach Carl Orff „die einzige Freiheit des Menschen“, betonte Schulleiter Michael Bauer zur Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste. Diese Freiheit im Umgang mit den sechs- bis 16-jährigen Schülern der COV zu pflegen, sei dem Kollegium ein wichtiges Anliegen, denn Musik, Tanz und Theaterspiel stärke Selbstwertgefühl und Sozialkompetenz, bereichere das Zusammenleben und schaffe so die Grundlagen für Wissensvermittlung und Berufsvorbereitung. Deshalb sei die Musik „ein Lebensmittel im tieferen Sinne.“ In den vergangenen zehn Jahren, so Bürgermeister Herbert Kirsch, habe sich längst bestä­tigt, dass der Name „Carl-Orff-Volksschule“, der bald „Carl-Orff-Musikmittelschule“ lauten werde, richtig gewählt worden sei. „In dieser Schule lebt die Musik“, betonte der Bürgermeister und es sei ein gutes Gefühl, wenn der Dreiklang zwischen Lehrern, Eltern und Schülern stimme. „In einer Schule, in der die Musik eine so große Rolle spielt, kann es eigentlich kaum Dissonanzen geben“, freute sich Ministerialrat Helmut Krück, der aus dem Kultusministerium angereist war. Schulrat Rudolf Schönauer aus Landsberg nutzte die Gelegenheit, um sich bei Hans Lauber und Ute Hermann von der Carl-Orff-Stiftung zu bedanken. Sie setzten sich gemeinsam mit Schulleiter Bauer nachhaltig für die Ernennung der COV zur Musikhauptschule ein. Lauber und Hermann hatten außerdem die besten Wünsche von Liselotte Orff im Ge­päck, die sich nach einem Kran­kenhausaufenthalt auf dem Weg der Genesung und derzeit in Reha befindet. Neuer Projekttag Schulleiter Michael Bauer sei ein „Glücksfall“ für Dießen, betonte schließlich Kultusminister a.D. Thomas Goppel. Denn wer mit dieser „musikalischen Begeisterung unterwegs ist, der reißt auch alle anderen mit“. Als Präsident des Bayerischen Musikrats möchte sich Goppel nun für einen Musikprojekttag an der COV einsetzen, der im kommenden Schuljahr mit Goppels ehemaligem Klassenkameraden, Konstantin Wecker, durchgeführt werden soll. Der besondere Dank der Festgemeinde galt abschließend den Schülern und Lehrern, die, wie Bauer betonte, den Abend so wunderbar gestaltet hatten.

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