Schule ohne Geschlechterkampf – Wolfgang-Kubelka-Realschule feiert 40-jähriges Bestehen

Ihr 40-jähriges Bestehen hat die Wolfgang-Kubelka-Realschule mit einem großen Festakt gefeiert. Die Gäste würdigten in ihren Reden vor allem das erfolgreiche pädagogische Wirken und die familiäre Atmos­phäre des Schullebens. So könne sich laut dem Ministerialbeauftragten Herbert Burghardt die Schule „auf die Schulter klopfen“. Denn sie lebe nach den vom Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi angestrebten Bildungsideal: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand ...“

Im Jahre 1969 ist die Realschule mit drei Klassen gestartet, heute vermittelt sie rund 750 Schülern Bildung und Werte. „Damit ist sie zu einem unverzichtbaren Baustein des Schulsystems geworden“, betonte CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel. Eigentlich seien Realschulen ja für Mädchen ins Leben gerufen worden, um auch ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen. Doch der Schultyp habe sich weiterentwickelt und ermögliche heute seinen Absolventen den Zugang zu allen Ausbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus finde man in der Realschule eine große Bandbreite, eigene Möglichkeiten auszuloten, ohne sich, wie am Gymnasium, auf eine Richtung festgelegt zu müssen, so Goppel. „Wer von der Realschule kommt, ist mehr lebenstauglich“, resümierte der ehemalige Staatsminister am Ende seiner Rede. Einen weiteren Vorteil der Schondorfer Realschule machte der Ministerialbeauftragte Burghardt aus. Da es sich hier um eine Knabenschule handle, entfalle „der Konkurrenzkampf mit dem anderen Geschlecht“, der Lernerfolg ergebe sich daraus von selbst. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Schule zum Jubiläum selbst ein Geschenk gemacht hat. So hat laut Schulleiter Klaus Markowski der gesamte Abschluss­jahrgang (103 Schüler) bestanden. Diese Leistung wird zudem durch einen Notendurchschnitt von 2,0 unterstrichen. Methode lehren Damit solche Ergebnisse erzielt werden können sei es wichtig: „Methoden lehren statt mit Rezepten.“ Dabei müssten die Reserven der Schüler erkannt und entsprechend gefördert werden. Wichtig sei auch die Gestaltung des Lebensraums Schule, sowohl was seine äußere Erscheinung betrifft als auch die inneren Werte. Der Lebensraum Schule sei in Schondorf unter anderem von Tutorensystem, „SOS-Team“, Schü­ler­café, Schulsanitätsdienst, „bewegte Pause“ und Schülerbücherei geprägt. „Schüler brauchen Möglichkeiten, ihre Lernumgebung zu gestalten“, so Markowski. Mit Blick auf seine Schule machte der Rektor deutlich, dass „die Schule eine wichtige Station auf dem Weg vom Kindsein zum Erwachsensein mit allen Konsequenzen ist. Sie ist daher beständiger und berechtigter gesellschaftlicher Kritik ausgesetzt und muss sich dieser mit Leistung stellen. Sie muss sich den Erfordernissen einer sich demokratisch entwickelnden Gesellschaft anpassen können.“ Am Ende des Festakts gratulierte auch Beate Schöttl-Kubelka, die Tochter von Gründungsschulleiter Wolfgang Kubelka. „Alle Menschen sind gleich bedeutend und jeder hat seinen Part im Leben“, habe das Motto ihres Vaters gelautet, erläuterte sie. Vor allem die musische Förderung lag ihm am Herzen. Dass dieses auch heute noch in der Schondorfer Realschule einen hohen Stellenwert hat, bewiesen die Vorführungen der Schüler in Form von Theaterstücken, Chor- und Blasmusik sowie die Schulband, im bunten Rahmenprogramm. Darüber hinaus engagiert sich die Schule auch im sozialen Bereich. So konnte sich die Dießener Tafel und ein Missionsprojekt im Kongo über jeweils 1000 Euro freuen. Das Geld stammt aus dem Erlös des Weihnachtsbasars an der Realschule.

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