Nur mit neuen Schulden möglich:

50 Millionen Euro für die Schulen

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Weil die Schülerzahlen rückläufig sind, ist die geplante Erweiterung des Ammersee-Gymnasiums vorerst gestrichen.

Landkreis – Rund 50 Millionen Euro muss der Landkreis in den kommenden sechs Jahren in die Sanierung und Ertüchtigung seiner Schulen stecken. Das zumindest besagt die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, die vergangene Woche Thema im Kreisausschuss war. Dessen Mitglieder waren von der hohen Summe einigermaßen „in den Sessel gedrückt“, wie Bürgermeister-Sprecher Quirin Krötz es formulierte, zumal man im vergangenen Jahr noch von 34 Millionen Euro ausgegangen war. Ob nun eine Erhöhung der Kreisumlage droht, blieb offen.

Welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt an den Schulen vorgenommen werden, das müsse von Jahr zu Jahr in den Haushaltsberatungen verhandelt werden, betonten sowohl Landrat Thomas Eichinger (CSU) als auch Kreiskämmerer Jürgen Felbinger. Vorläufig seien die Zahlen lediglich Schätzungen und Daumenwerte, die im Zuge der Planungen konkretisiert würden. Im übrigen sei es Sache des Kreistags zu entscheiden, wie viel über die Kreisumlage und wie viel über Kreditaufnahmen finanziert werden solle. Bleibe die Kreisumlage so wie im Moment, ergebe sich für 2015 noch kein Kreditbedarf, erläuterte Felbinger. 2016 müssten dann allerdings – aus heutiger Sicht – vier bis fünf Millionen Euro und 2017 etwa zehn Millionen Euro aufgenommen werden.

Kim Naths von der Schulverwaltung erklärte, dass schätzungsweise 25 bis 30 Prozent der 50 Millionen Euro staatlich gefördert werden dürften. Um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, müsse man allerdings größere Maßnahmenpakete schnüren. „Mini-Maßnahmen sind nicht förderfähig“, betonte Naths. „Daher bringt eine Zerstückelung nichts.“

Der Schulentwicklungsplan sieht unter anderem den Neubau einer Sporthalle für die Wolfgang-Kubelka-Realschule vor. In der Johann-Winklhofer-Realschule müssen die Fachräume modernisiert werden, am Sonderpädagogischen Förderzentrum steht eines der Gebäude zur Ertüchtigung an, unter anderem mit Fassadendämmung und neuen Fenstern. Die Beruflichen Schulen brauchen eine Mensa, außerdem müssen einige der Werkstätten sowie der Verwaltungsbereich umgebaut werden. Darüber hinaus gibt es, wie im KREISBOTEN berichtet, Überlegungen, dass der Landkreis für das Ignaz-Kögler-Gymnasium die alte Lechturnhalle von der Stadt kauft und saniert. Gestrichen ist dagegen eine Erweiterung des Ammersee-Gymnasiums (ASG), da hier die Schülerzahlen rückläufig sind.

Weniger hochwertig?

Eichinger erinnerte daran, dass einige der Maßnahmen ohnehin bereits beschlossen seien. Aufgabe des Schulentwicklungsplans sei es, die Bedarfe in eine sinnvolle Reihen- folge zu bringen und Transparenz herzustellen. Wilhelm Böhm (CSU) regte an, bei den Baukosten zu sparen – sprich der Landkreis solle qualitativ weniger hochwertig bauen als bisher.

Die Beschlussfassung über den Schulentwicklungsplan erfolgt im Kreistag.

Ulrike Osman

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