Schulzentrums-Sanierung wird teurer

Die umfangreiche Generalsanierung des Schulzentrums an der Platanenstraße hat gerade erst mit Bauarbeiten an der Dreifachsporthalle begonnen, doch schon ist klar: Sie wird teurer als erwartet. Bislang waren im Kreishaushalt insgesamt 12,81 Millionen Euro für das Großprojekt eingeplant. Nun geht man im Landratsamt bereits von Kosten in Höhe von 13,2 Millionen Euro aus. Grund für die Mehrkosten von rund 400000 Euro sind unter anderem zusätzliche Ausgaben für den Brandschutzmaßnahmen, deren Be­darf ein Gutachten des Planungsbüros ermittelt hat.

Eigentlich hätte das Projekt sogar kostengünstiger werden können als ursprünglich gedacht, nachdem man bei der genaueren Planung die Fassade und Decke der Fachraumtrakte im Hinblick auf die in den nächsten Jahren notwendige Neugestaltung der Chemie- und Physik-Hörsäle von der Sanierung ausgeschlossen hatte. Doch dann stellten die Planer fest, dass die bei der Brandsanierung 1998 durchgeführten Maßnahmen nicht ausreichen. So müssen sämtliche Flurwände bis auf die Rohdecke erhöht und durch weitere Gipskartonlagen ergänzt werden. Gleichzeitig sehen die Planungen nun die Erneuerung der technischen Installationen sowie der Heizungsverteilung und Heizkörper vor. Dazu kommt der Bau einer Außentreppe als zweiter Fluchtweg und der Einbau von Brandschutztüren. Ebenfalls erneuert werden muss in diesem Zug die Gebäudeleittechnik, die nur noch teilweise dem heutigen Standard entspricht und insbesondere im Hinblick auf den Brandschutz erhebliche Defizite aufweist. Um die Aula auch weiterhin als Versammlungsstätte nutzen zu können, sind auch hier weitergehende Maßnahmen fällig. So soll eine neue Rauch- und Wärmeabzugsanlage für die nötige Sicherheit bei Veranstaltungen sorgen. Ausschuss stimmt zu Der Kreissauschuss stimmte den Änderungen am Projekt und der damit verbundenen Kostensteigerung einstimmig zu. Insgesamt ist die Sanierung in vier Bauabschnitte gegliedert. Während die Arbeiten an der Dreifachturnhalle bereits angefangen haben, soll die Generalsanierung der Johann-Winklhofer-Realschule und des Dominkus-Zimmermann-Gymnasiums im kommenden Januar beginnen. Läuft alles nach Plan, sind die Baumaßnahmen Anfang 2014 abgeschlossen. Unklar ist derzeit noch, ob den Schulen in dieser Zeit hinreichend Klassenräume zur Verfügung stehen. Ziel ist es jedoch, auf Container-Klassenzimmer, wie sie beispielsweise beim Umbau des Ignaz-Kögler-Gymnasiums zeitweise zum Einsatz kamen, zu verzichten.

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