Eine Woche Filmluft schnuppern:

Einzigartig für Deutschland

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Das Ziel des Independent Film heißt in dieser Woche Landsberg: Festivaldirector Heiner Lauterbach, Festivalleiter Tom Bohn, Managing Director Jürgen Farenholtz und Moritz Wetter vom Hauptsponsor Sky (v. links) blicken voraus.

Landsberg – München als Bayerns Filmhauptstadt rühmt sich mit seinem Filmfest. Aber nur 60 Kilometer westwärts bietet Landsberg mit dem hier inzwischen fest etablierten Snowdance Independent Filmfestival ein Forum mit Alleinstellungsmerkmal für Filmemacher aus der ganzen Welt: Snowdance ist das einzige Festival in Deutschland, das sich auf unabhängig produzierte Streifen in Spielfilmlänge spezialisiert hat. Diese Woche ist es zum dritten Mal soweit. Vom 29. bis 31. Januar läuft das Festival mit 20 Filmen in der Lechstadt mit einem dreitägigen Warm-up von Dienstag bis Donnerstag.

Dieses attraktive Vorprogramm findet bei freiem Eintritt in der Likka-Lounge (Peter-Dörfler-Weg) statt. Am Dienstag ab 19.30 Uhr spielt hier die Augsburger Band „Rebels of the Jukebox“ kraftvoll-deftigen Blues-Rock. Dazwischen werden die Kurzfilme „Texting of a Love Story“, „Victor“ und „The Betrayal“ gezeigt. Mit Jazz, Soul und Rock geht es am Mittwoch mit „Willie & die Magneten“ aus Landsberg weiter. Auch hier laufen zwischendurch Kurzfilme wie „Words by“, „My Destination“ und „The Man on the Roof“. Höhepunkt des Warm-ups ist am Donnerstag der Besuch von Schauspielstar Hannes Jaenicke mit seinem Partner und Kameramann Markus Strobel. Sie berichten über ihre Umweltdoku-Reihe „Hannes Jaenicke im Einsatz für …“, die als Independent-Film begonnen hat und von den beiden selbst finanziert wurde. Sieben inzwischen produzierte Filme über vom Aussterben bedrohte Tiere wurden mittlerweile vom ZDF übernommen und ausgestrahlt. Aufgelockert wird der Abend mit Video-Clips wie „Extraterrestrial“ oder „Brand New Start“.

Im Likka ist übrigens auch die Delo Media Lounge platziert. Während den Festivaltagen haben Fans hier die Möglichkeit, via bereit gestellten Laptops alle Festivalfilme zeitunabhängig bei Kartoffelsuppe, Kaffee und Kuchen anzuschauen. Ein süßes Verwöhnprogramm gibt es auch am Sonntag im Foyer des Stadttheaters. Ab 14.30 Uhr serviert Café Käthe hausgemachte Leckereien. Und ab 10 Uhr bereits versorgt die Panini Connection hier die Gäste bei einem Film-Brunch.

Eröffnungsfilm ist am Freitag die Dokumentation „No Limits“ von Regisseur Tim Hahne.

Die offizielle Snowdance-Startveranstaltung findet am Freitag um 19.30 Uhr im Stadttheater Landsberg (Schlossergasse 381 a) statt, moderiert von der Radio- und TV-Journalistin Anja Marks-Schilffarth (u. a. BR). Organisatoren, Sponsoren, Filmemacher und Publikum sehen nach dem Horex-Begrüßungsdrink den Eröffnungsfilm „No Limits“ von Tim Hahne als Deutschland-Premiere. Anschließend Meet & Greet-Party im Foyer mit den DJs Lunic (Ammersee) und Mocean Worker (Los Angeles). Eintritt für Film und Party: 15 Euro. Wer den Dokumentarfilm über den Extremsportler Alex Zanardi ohne Rahmenprogramm sehen will, hat dazu um 20.30 Uhr die Möglichkeit im Altstadtsaal der VR-Bank.

Ein Höhepunkt des Snowdance-Festivals verspricht die Podiumsdiskussion am Samstag im Stadttheater zu werden. Ab 18 Uhr diskutieren hier über das Thema „Independent“ Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger, die Filmemacher Andreas Arnstedt und Dennis Albrecht sowie Marcus Ammon, Programmchef von Sky Deutschland, einem der Hauptsponsoren des Festivals. Wie berichtet, zeigt Sky außer Konkurrenz am Samstag zwei Folgen der teuersten je in Europa gedrehten TV-Serie „Versailles“ bei freiem Eintritt im Stadttheater (20.30 und 23 Uhr). Dazwischen und danach geht die Post ab mit der „Versailles Electro Night“ im Foyer und in der benachbarten Sonderbar. Eintrittskarten (10 Euro) gibt es u. a. beim exklusiven Medienpartner KREISBOTE Landsberg (Rossmarkt 195).

Spielstätten für die 20 ausgewählten Filme des Festivals sind neben dem Stadttheater auch das Olympia-Filmtheater (Adolph-Kolping-Straße 131) und der Altstadtsaal im Haus der VR-Bank (Ludwigstraße 162-164). Tickets (8 Euro, 6 Euro ermäßigt) gibt es an den Abendkassen. Reservierung und Vorverkauf sind im Olympia-Kino (Tel. 08191/943283) und im Stadttheater (Tel. 08191/128-333) möglich. Die komplette Übersicht der gezeigten Filme finden Sie im Programmheft, das in den Spielstätten sowie in fast allen Landsberger Geschäften kostenlos erhältlich ist. Daneben bietet die Website www.snowdance-filmfestival.de alles Wissenswerte. Und mit der Handy-App „Snowdance“ für Ios und Android werden die Fans über ihr Smartphone rund um die Uhr mit aktuellen Infos versorgt.

Wer das Rahmenprogramm genau studiert, wird noch mehr Highlights abseits der Hauptfilme finden. So feiert der Schauspieler, Regisseur und Produzent Kai Wiesinger am Samstag, 30. Januar, um 16 Uhr im Altstadtsaal der VR-Bank in der Reihe „Deutschsprachige Independent Serien“ die Weltpremiere seines Webpiloten „Schall & Rauch“. Um die wichtige Rolle der Musik bei Independent Filmen dreht sich eine Diskussion am Sonntag um 14 Uhr im Altstadtsaal der VR-Bank (Eintritt frei). Bekannte Filmkomponisten wie Adam Dorn aus Kalifornien („Die Bourne Verschwörung“ mit Matt Damon, „Six Feet Under“) oder Hans Franke („Tatort“, „Reality XL“) sprechen über die Herausforderung, bei den minimalen Budgets der Independent Filme die maximale Musikdramaturgie zu ermöglichen.

Zu jedem Filmfestival gehören auch Preise. Die werden bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag ab 16 Uhr im Stadttheater verliehen. Unter anderem werden neben dem besten Regisseur der beste Feature-Film und der beste Dokumentarfilm ausgezeichnet und anschließend nochmals vorgeführt.

Das Snowdance Independent Filmfestival, gegründet von Regisseur Tom Bohn, Marketingfachmann Jürgen Farenholtz und Schauspieler Heiner Lauterbach, bietet für Filmfans aller Altersgruppen ein ausgewogenes Programm mit Filmen aller Genres abseits des Mainstreams für günstige Eintrittspreise. Independent heißt unabhängig. Und unabhängig vom Geld können die Landsberger bei den vielen kostenlosen Veranstaltungen Filmluft schnuppern sowie Stars, Regisseure und Produzenten hautnah erleben. Snowdance ist eine kulturelle Bereicherung für Landsberg und die ganze Region, was auch Oberbürgermeister Mathias Neuner und Landrat Thomas Eichinger in ihren Grußworten im Programmheft betonen.

Dieter Roettig

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