Schwierige Bausituation

Von der ehemaligen Gaststätte „Schmalzbuckl“ blieb nicht viel übrig. Die Sparkasse Landsberg-Dießen baut das Gebäude mit großem Aufwand für ihre Bedürfnisse um. Foto: Kruse

Wer ein Haus in der Landsberger Altstadt saniert, muss sich erfahrungsgemäß auf Überraschungen einstellen. Auch die ehemalige Gaststätte Schmalzbuckl erweist sich als schwieriger Fall. Die Sparkasse Landsberg-Dießen, die das mittelalterliche Gebäude an der Neuen Bergstraße umbauen wollte, musste ihre Pläne ändern. Inzwischen ist das Haus fast komplett abgerissen.

Würde der scheidende Sparkassen-Direktor Hans Reiter noch einmal vor der Entscheidung stehen, „würde ich den Schmalzbuckl wohl eher abreißen und neu bauen.“ Ziel war stattdessen gewesen, das ehemalige Gourmet-Restaurant, das sich seit etlichen Jahren im Eigentum der Sparkasse befindet, nur umzubauen. Das erwies sich dann aber aus mehreren Gründen als unmöglich. Zum einen wurde dort offenbar über einen langen Zeitraum in einer Art und Weise umgebaut, die heute nicht mehr akzeptabel ist. Reiter: „Wir sind auf große statische Probleme gestoßen. Es wechselten sich Holz- mit Betondecken in Zwischengeschossen ab, das war fast nicht mehr überschaubar.“ Zunächst wurde Ende April nur der Dachstuhl abgetragen, doch dann kam zur schwierigen Bausituation auch noch ein Lapsus der Handwerker dazu. „Ein Balken wurde nicht abgeschnitten, sondern mit dem Kran angehoben“, so Reiter. Der folgende Schaden gab dem Gebäude dann den Rest. „Es könnten ansonsten schon noch ein paar Mauern mehr stehen, aber so ist jetzt wirklich nicht mehr viel übrig.“ Gleichzeitig kämpft man an der Grenze zum Schlossberg schon seit Längerem mit Problemen. Von der Tiefgarage her dringt Wasser in den „Schmalzbuckl“ ein. „Das ist ein Riesenproblem, wir hatten da schon länger Feuchtstellen in den Wänden. Zuletzt hat es sich aber rapide verschlechtert.“ Die Sparkasse ließ vor einigen Wochen Probebohrungen vornehmen, das Ergebnis: Es ist kein Grundwasser, das eindringt, sondern Wasser vom Lechhang. „Wir haben das jahrelang noch mit Verpressungen durch eine Spezialfirma hinbekommen, inzwischen ist es aber so schlimm, dass wir unser Werbelager schon räumen mussten, weil die Sachen völlig durchnässt waren.“ Jetzt muss dem Problem grundsätzlich zu Leibe gerückt werden, was den Bau, der mit 350000 Euro veranschlagt war, wohl um weitere 50000 Euro verteuert. Vor den Bauferien im Hochsommer sollen die Arbeiten dennoch abgeschlossen sein und dann dürfte von den Problemen auch nichts mehr zu sehen sein: „Das Gebäude wird wieder so aufgebaut, wie es vorher ausgesehen hat“, verspricht Reiter. Die Sparkasse verfügt danach über einen neuen Schulungsraum und ein Besprechungszimmer. „Wir hatten da bisher nur einen fensterlosen Raum. Mich hat das 30 Jahre lang nicht sehr gestört, aber das wird sicher jetzt schöner.“

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