Manager in der Schnittstelle

Sebastian Dold entwickelt die Regionalmarke Landkreis Landsberg

Sebastian Dold - Wirtschaftsförderer - Lkrs. Landsberg
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Entwickelt die Regionalmarke für den Landkreis Landsberg: Sebastian Dold.
  • Ulrike Osman
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Landsberg – Von der breiten Öffentlichkeit eher unbemerkt, hat der Landkreis seit dem Frühjahr einen neuen Wirtschaftsförderer. Er heißt Sebastian Dold und steckt bereits mitten in einem großen Projekt. Es geht darum, eine Regionalmarke für den Landkreis Landsberg zu entwickeln. 

Die Vorbereitungen liefen bereits, als der 28-Jährige im April seinen Posten im Landratsamt antrat – in der Abteilung seines Vorgängers Bernhard Lachner, der die Leitung der Abteilung übernommen hat. Insofern habe seine Einarbeitung gut geklappt, sagt Dold.

Den Beschluss zur Einführung der Regionalmarke hatte der Kreistag im Juni vergangenen Jahres gefasst. „Es geht darum, die regionale Identität zu stärken, nach innen ebenso wie nach außen“, erklärt der neue Wirtschaftsförderer. Den Unternehmen soll die Marke bei der Akquirierung von Fachkräften helfen, bei den Bürgern soll sie zu einer stärkeren Verbundenheit mit der Region beitragen.

Über den Sommer lief die Ausschreibung nach einer Agentur, die den Landkreis bei den nächsten Schritten unterstützen soll. Derzeit führe man Interviews mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Kultur, erläutert Dold. Denn es geht bei der Regionalmarke nicht nur um die Konzeption eines Logos und Slogans, sondern darum, eine Markenidentität zu schaffen, welche den Landkreis Landsberg authentisch widerspiegelt.

Logo und Slogan seien da lediglich „die Spitze des Eisbergs“, so der Wirtschaftsförderer. Im nächsten Sommer soll die Marke stehen, dann folgt das „Roll­out“, also die Bekanntmachung. Die Regionalmarke soll auch in Gestalt einer Interpräsenz überregionale Strahlkraft entwickeln und den Landkreis bekannter machen.

In seiner Position als Wirtschaftsförderer sieht sich Dold als „Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verwaltung“. Zu seinen Aufgaben gehört das zweimal jährlich stattfindende Unternehmerfrühstück, das sogar als Online-Veranstaltung im Mai etwa 70 Teilnehmer gehabt habe. Im Oktober konnte es wieder in Präsenz stattfinden. Als Plattform zum informellen Netzwerken werde das Unternehmer­frühstück gerne genutzt, weiß Dold. Überhaupt nimmt er die regionale Wirtschaft als sehr vernetzt wahr. „Die Unternehmer kennen sich. Das merke ich auch bei meinen Unternehmensbesuchen.“

Auf höherer Ebene

Die Sorgen, die Betriebe an ihn herantragen, betreffen Themen wie Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, den Umstieg auf erneuerbare Energien und die hohen Energiepreise. Was ebenfalls viel auf Dolds Schreibtisch landet, sind Anfragen von Unter­nehmen, die sich im Landkreis ansiedeln wollen – auch auf dem Fliegerhorst in Penzing, wie der 28-Jährige auf Nachfrage des KREISBOTEN sagt. Die Interessenten reichen von „Hobby-Bastlern, die dort Autos parken wollen, bis hin zu Riesenunternehmen“. In Sachen Intel habe aber auch er keinen anderen Wissensstand als das, was man der Presse entnehmen könne. „Das ist alles auf höheren Ebenen angesiedelt.“

Sebastian Dold stammt aus dem baden-württembergischen Kirchheim unter Teck und hat an der Universität Augsburg Geographie bis zum Master studiert. Dort spezialisierte er sich auf Wirtschaftsgeogra­phie, Standortentwicklung und -marketing. Seine Abschlussarbeiten im Bachelor- und Masterstudiengang schrieb er über Regionenmarken. Nach einer Elternzeitvertretung als Klimaschutzmanager beim Landkreis Augsburg kam Dold nach Landsberg. Er wohnt aber nach wie vor in Augsburg, was auch so bleiben solle. „Der Arbeitsweg ist gut zum Abschalten.“

In seiner Freizeit ist der Wirtschaftsförderer gern in den Bergen – beim Wandern, bei Ski-Touren oder beim Gleitschirmfliegen.

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