Security erfolgreich im Einsatz

Schluss mit hemmungsloser Party im Park am Ammersee

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Wenn es Abend wird im Uttinger Summerpark, achtet ein Security-Dienst für die Einhaltung der Parkregeln.

Utting/Schondorf – Der Summerpark am Uttinger Dampfer­steg und der gemeindliche Badeplatz in Schondorf sind kleine Paradiese für Einheimische und Gäste, die gepflegt und gehegt werden. Tagsüber wird die Park- beziehungsweise Badeordnung in der Regel eingehalten. Da es in der Vergangenheit aber abends und nachts immer wieder zu massiven Beschwerden wegen extremer Musiklautstärke und Alkoholexzessen mit unschönen Auswirkungen gekommen war, haben beide Ammer­see-Gemeinden in den Sommermonaten den privaten Sicherheitsdienst Unger aus Dießen engagiert, der auch in Stegen im Einsatz ist.

Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger übermittelte dem Gemeinderat ein Resümee der diesjährigen Kontrollmaßnahmen im Summerpark. Demnach waren die Security-­Mitarbeiter in diesem Sommer 590 Stunden auf Patrouille – das sind immerhin 138 Stunden mehr als im vergangenen Jahr. Auf diese Weise wurde das Uttinger Gemeindesäckel mit 14.393 Euro belastet – um vor allem die feierwütigen Jugendlichen einigermaßen im Zaum zu halten.

Gewohntes Bild: Party-Hinterlassenschaften auf öffentlichen Flächen am See.

Vor den Gemeinderäten in Schondorf zog Sicherheitschef Josch Unger selbst eine Bilanz über seine erste Sommersaison. Dabei ging es um den gemeindlichen Badeplatz mit Steg, der vorwiegend von Jugendlichen benutzt wird. Ab 22 Uhr gilt hier allerdings Nachtruhe, da das Gelände direkt an Wohnhäuser grenzt. Die Gemeinde konnte den Badeplatz seinerzeit nur mit dem Versprechen durchsetzen, dass die Vorgabe auch eingehalten wird. Leider nahmen vor allem jugendliche Besucher darauf keine Rücksicht, so dass die Gemeinde gezwungen war, mit dem Engagement des Sicherheitsdienstes die Notbremse zu ziehen.

Der Sicherheitsdienst tauchte zu unregelmäßigen Zeiten auf und ertappte immer wieder durch Alkohol enthemmte Jugendliche. Laut Unger zeigten sich die Feiernden bis auf wenige Ausnahmen einsichtig und zogen ab. Auch entnervte Anwohner riefen direkt bei Dießener Sicherheitsunternehmen an, die dann einen Einsatzwagen nach Schondorf beorderte und dafür sorgte, dass um 22 Uhr „Schluss mit Lustig“ war. Insgesamt also ein politives Ergebnis, für das sich die Anwohner auch bedankten.

Josch Unger sagte klipp und klar, dass es auch in Zukunft weder in Schondorf und Utting noch in Stegen ohne private Security gehen werde. Überall sei bei der Jugend die Hemmschwelle niedriger geworden, um beim Feiern über die Stränge zu schlagen. Bewährt haben sich überraschende und zeitlich unterschiedliche Kontrollgänge. Damit hätten die Jugendlichen wenig Chancen, sich gegenseitig über WhatsApp-Gruppen zu warnen, Alkohol zu verstecken oder offene Feuer zu löschen.

Trotz der positiven Bilanz will der Schondorfer Gemeinderat erst im Frühjahr beschließen, ob man den privaten Sicherheitsdienst auch in der nächsten Sommersaison verpflichten will.
Dieter Roettig

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