Kein Bürgermeister erreichbar

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Vier sind in Kaufering einer zu wenig…

Kaufering – Da hat die Marktgemeinde nun schon drei Stellvertreter des Bürgermeisters, dann reicht das immer noch nicht aus. Ein Polizeieinsatz am vorletzten Sonntag stellte das unter Beweis. Es bedurfte der Hilfe von Ex-Bürgermeister Dr. Klaus Bühler, um an die notwendigen Informationen aus dem Rathaus zu gelangen.

Bürgermeister Erich Püttner und seinen beiden gewählten Stellvertreterinnen Gabriele Triebel und Gabriele Hunger sind, wie berichtet, zur gleichen Zeit im Pfingsturlaub. Aus diesem Grund hatte der Marktgemeinderat Manfred Nieß als Amtsvertreter bestimmt. Auch darüber hat der KREISBOTE berichtet.

Ausgangspunkt der Polizeiaktion war, wie Polizeisprecher Franz Kreuzer auf Anfrage erläutert, ein junger Mann, der mit einer Pistole gesehen worden war, als er sein Fahrzeug betankte. Ein aufmerksamer Mitbürger informierte die Polizei und gab das Kennzeichen des „Pistolenmannes“ durch. Damit setzte er die üblichen Ermittlungsarbeiten der Landsberger Ordnungshüter in Gang. Über das Fahrzeugkennzeichen wurde die Wohnung in der Kauferinger Kivo­straße ermittelt.

Da „Gefahr im Verzug“ sein konnte, beantragte die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Richter einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung. Sicherheitshalber wurde aus München ein SEK-Kommando angefordert. Die Spezialisten wollten zur Vorbereitung Informationen über die Örtlichkeiten haben.

In der Landsberger Polizeiinspektion setzte nun eine Telefonaktion ein. Da weder der Bürgermeister noch seine drei Stellvertreter erreichbar waren, rief man dort notgedrungen beim Ex-Bürgermeister an. Bühler konnte sofort helfen und nannte den Beamten Ansprechpartner aus der Marktgemeindeverwaltung.

Kleinerer Einsatz

Zum Einsatz des SEK-Kommandos kam es nicht mehr, denn inzwischen kam der junge Mann aus der Wohnung und konnte an seinem Auto von einer Zivilstreife gestellt und festgenommen werden. Die Pistole erwies sich als eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe, die sichergestellt wurde. In der Wohnung des Kauferingers sei zudem nicht zugelassene Übungsmunition gefunden worden.

Nach dem Verhör habe man den jungen Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Allerdings stehe ihm nun Post von der Staatsanwaltschaft ins Haus. Für Polizeisprecher Franz Kreuzer war es ein kleinerer Einsatz, den kaum jemand mitbekommen hatte, zumal es nicht zum SEK-Einsatz kam.

Siegfried Spörer

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