Senioren als Experten gefragt

Wo drückt Senioren im Landkreis und in der Stadt Landsberg der Schuh? Rund 7000 ältere Menschen über 67 Jahre werden sich dazu demnächst äußern können. Noch in diesem Monat sollen sie einen Fragebogen vom Landratsamt zugesandt bekommen.

Die Bürgerbefragung soll aktuelle Probleme und Defizite sowie die Bedürfnisse und Wünsche der verschiedenen Altersgruppen aufzeigen. Zusätzlich können die Senioren konkrete Verbesserungs- und Lösungsvorschläge auf den Fragebögen machen. Befragt wird die Altersgruppe der 67-Jährigen + x. Da es sich um eine Stichproben-Befragung handelt, erhält nicht jeder ältere Landkreisbürger einen Fragebogen, sondern nur rund jeder Sechste. Die Gemeinden Denk- lingen, Dießen, Eching, Eresing, Finning Windach, Utting haben sich dafür entschieden alle Senioren zu befragen. Da in Schondorf bereits vor kurzem eine eigene Seniorenbefragung durchgeführt wurde, wird diese Gemeinde an der Befragung nicht teilnehmen. Wer keinen Fragebogen zugesandt erhält, aber im Landkreis wohnt, mindestens 67 Jahre alt ist und sich an der Befragung beteiligen möchte, kann sich an seine Gemeinde beziehungsweise Stadt, oder an das Landratsamt unter Telefon 08191/129246 wenden und sich dort einen Fragebogen abholen oder zuschicken lassen. Hintergrund für die Bürgerbefragung ist ein Beschluss des Landkreises vom Sommer vergangenen Jahres, wo sich die Landkreisvertreter darauf geeinigt hatten, ein senioren-politisches Gesamtkonzept zu erarbeiten. Ziel ist dabei, die Rahmenbedingungen für alle Lebensbereiche von Senioren im Landkreis zu verbessern, um älteren Menschen möglichst lang ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Das bedeutet auch dazu beizutragen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und alle Voraussetzungen soweit wie möglich auf dieses Ziel hin auszurichten. Regionales berücksichtigen Bei der Erarbeitung und Ausgestaltung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts möchte der Landkreis besonders regionale und örtliche Besonderheiten berücksichtigen – und hierfür sollen die älteren Bürger sozusagen Experten in eigener Sache sein. „Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Senioren an unserer Befragung beteiligen würden, denn im Mittelpunkt stehen ja gerade deren Interessen und Bedürfnisse“, ruft Landrat Walter Eichner zum Mitmachen auf. Der Aufwand sei nicht groß, der Gewinn für die Ausgestaltung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzept dagegen sehr hoch.

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