Seniorenheim mit fließend Wasser

Für gewöhnlich führt in Nassräumen das Gefälle des Bodens zum Abfluss hin. Im neuen Anbau des Heilig-Geist-Spitals ist das nicht immer so. Gleich in mehreren Sanitärräumen läuft das Duschwasser nicht zum, sondern weg vom Abfluss direkt in die Zimmer der betagten Lechstädter. Und die hätten ebenso wie die Stadtoberen gewiss wenig Freude am „fließend warmen Wasser im Seniorenheim“.

Erst in der vergangenen Woche hat der KREISBOTE über „Pfusch“ an öffentlichen Gebäuden des Landkreises berichtet, da wird der städtische Fall bekannt – wenngleich äußerst spät und nur durch das energische Nachhaken von BAL-Stadtrat Reinhard Skobrinsky. Fast zwei Monate nach der offiziellen Einweihung des An- und Erweiterungsbaus am Heilig-Geist-Spital wendet er sich mit einem Antrag direkt an den Oberbürgermeister. In seinem Papier weist Skobrinsky auf deutlich sichtbare Spalten im Trockenbau hin und berichtet von Mängeln in Sanitärräumen. „Beim Duschen läuft das Wasser ins Zimmer, das teure Parkett ist dahin.“ Der wachsame BAL-Stadtrat findet es „eigenartig“, von solchen Vorgängen nur durch Zufall zu erfahren. Er fordert für sich und seine Ratskollegen Einsicht in das Abnahmeprotokoll. OB Ingo Lehmann (SPD) bestätigt die Mängel. Bereits Anfang September habe man in Abstimmung mit dem Bauamt entschieden, den Sachverhalt nicht auf sich beruhen zu lassen. Die Nachbesserung der Duschen sei bereits beauftragt und solle in den nächsten zwei Wochen erledigt sein. Die anfallenden Kosten trage der verantwortliche Architekt. Übrigens: Bezogen ist der Anbau mit 24 Einzelzimmern immer noch nicht.

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