Helfen von Anfang an

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Das Jugendrotkreuz übernimmt unter anderem auch den Schulsanitätsdienst: Hier lernen die Schüler alles über Erste Hilfe.

Landkreis – „Nachwuchs ist im Ehrenamt immer ein Thema“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner. Das Jugendrotkreuz nimmt sich diesem Nachwuchs an. Durch gemeinsame Aktivitäten oder Wettbewerbe werden schon Kinder ab sechs Jahren auf die Helfer-Laufbahn vorbereitet, frei nach dem Motto: „Erste Hilfe von Anfang an“.

Aufgeteilt auf die einzelnen Gemeinschaften sind derzeit 1116 Ehrenamtliche im BRK aktiv. Das Jugendrotkreuz (JRK) hat insgesamt 34 Mitglieder. Im Landkreis gibt es momentan vier Gruppen des Jugendrotkreuzes. Bereits mit sechs Jahren können Kinder sich im Jugendrotkreuz engagieren, welches ein eigenständiger Jugendverband innerhalb des Roten Kreuzes ist. In den einzelnen Jugendgruppen werden Erste Hilfe, Zivilcourage sowie gesellschaftspolitische Themen vermittelt. Meist spielerisch finden jedes Jahr zahlreiche Aktionen statt. Vom klassischen Zeltlager über Sanitätsausbildung bis hin zum Wettbewerb oder dem Mitwirken an einer Katastrophenschutzübung reichen die Aktivitäten des JRK.

Neben der Arbeit in den einzelnen Gruppen ist das JRK auch an den Schulen aktiv. Unter anderem übernehmen sie den Schulsanitätsdienst, beispielsweise am Ammersee-Gymnasium in Dießen und an den Beruflichen Schulen Landsberg. Dort gebe es allerdings noch „Entwicklungspotential“, so Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner.

Die Ausbildung der Schulsanitäter in Erster Hilfe erfolgt entweder vom Jugendrotkreuz selbst oder durch einen ausgebildeten Kooperationslehrer. Die Schüler sollen dabei lernen, was in Notfällen zu tun ist. Dazu gehört auch zu wissen, wie man einen Verband anlegt, wie man bei Vergiftungen reagiert und wie man die stabile Seitenlage ausführt. Die Schulsanitäter sollen nicht nur im Schulalltag, sondern auch bei Ausflügen oder Sportfesten für die Sicherheit ihrer Mitschüler sorgen. Bei Unfällen sind sie als erstes zur Stelle und leisten Erste Hilfe. Wenn nötig, informieren sie auch den Rettungsdienst.

Aber nicht nur im Schulsanitätsdienst, auch bei der Wasserwacht, in den Bereitschaften und bei der Bergwacht wird Jugendarbeit praktiziert. Vor allem in der Wasserwacht finde sehr viel Jugendarbeit statt, wie Andreas Lehner erklärt. Bei Hochwasser übernehmen die Jugendlichen oft sogar eigene kleine Projekte.

Astrid Erhard

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