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Ringe für Dießens Adebar-Nachwuchs

Jungstörche Dießen - Ringe
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Diese drei Jungstörche stellten sich instinktiv tot und ließen sich problemlos beringen.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Dießen – Prächtig gediehen ist der Storchen-Nachwuchs in der Marktgemeinde. Mit voller Körperdeckung beschützt von den Eltern konnten Schafskälte und Starkregen den jungen Adebars nichts anhaben. Auf dem Kaminhorst des Spitzenbergerhauses in der Herrenstraße wachsen drei Weißstörche heran, auf dem Dach der Liebfrauen-Realschule beim Marienmünster bereitet sich ein Jungstorch aufs Erwachsen­sein vor und im 12,5 Meter hohen Privat-Horst von Franz Sanktjohanser und Renate Alton in der Fischerei strecken drei Störche neugierig ihre Schnäbel nach oben und warten auf Futternachschub.

Nachdem die Dießener Storchenbrut in den letzten Jahren durch Wetterkapriolen ziemlich dezimiert wurde, sind in diesem Jahr immerhin sieben Jungvögel geschlüpft, die alle überlebt haben. Damit man sie langfristig beobachten kann, wurden sie jetzt mit Nummern versehen. Das Beringen muss bis zu einem Alter von etwa acht Wochen erfolgen, solange die Jungen noch nicht flugfähig sind.

Von der Hebebühne der Dießener Feuerwehr aus beringt Clemens Krafft hier die drei Jungstörche auf dem Horst in der Fischerei.

Erfahrener Experte in dieser Angelegenheit, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, ist Clemens Krafft, Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft Ammersee. Mit Hilfe der Dießener Feuerwehr fuhr er hoch in die Horste und legte vorsichtig die Nummernringe an, während die Eltern zur Futtersuche ausge­flogen waren oder von einem Nachbardach friedlich und aufmerksam zuschauten.

Während des Beringens bleiben die Jungstörche völlig ruhig liegen und zeigen einen „Totstellreflex“, auch Akinese genannt. Instinktiv verhindern so die noch nicht flugfähigen Jungen bei Feindangriffen zum Beispiel von Greifvögeln, dass sie aus dem Horst flüchten und abstürzen könnten. So legten sich die sieben Neu-Dießener auch beim Erscheinen der Hebe­bühne am Horst regungslos und ganz flach in die Nestmulde und ließen das Beringen über sich ergehen.

Familie Sanktjohanser-Alton freut sich jetzt auf die ersten Flugversuche der Jungstörche, die sie von ihrem Logenplatz auf dem Balkon in der Moosstraße beobachten können. Wie im KREISBOTEN berichtet, hat sich Gemeinderat Franz Sanktjohanser seinen privaten Horst rund 5.000 Euro kosten lassen, wozu die Storchen-Fans unter den Nachbarn nachträglich mit einer Spendenaktion 1.600 Euro beigesteuert haben.

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