Mit Prix geht‘s jetzt ganz fix!

Investor für Siedlungsbau in Schondorf ausgewählt

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Der Spatenstich für die Prix-Siedlung soll möglichst noch im Herbst erfolgen, spätestens jedoch Anfang 2019.

Schondorf – Die Geheimniskrämerei hat ein Ende. So ganz nebenbei verkündete Bürgermeister Alexander Herrmann zum Schluss des öffentlichen Teils der letzten Gemeinderatssitzung, dass der Investor für das Prix-Gelände feststeht. Demnach hat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH mit Hauptsitz in Ludwigsburg den Investorenwettbewerb gewonnen und wird die Siedlung bauen und vermarkten.

Sie bekommt den Zuschlag für alle fünf Lose des 17.600 Quadratmeter großen Prix-Areals und wird hier, wie im Bebauungsplan festgelegt, Reihenhäuser und Geschosswohnungen errichten. Über die Höhe des Kaufpreises gab Herrmann noch keine Auskunft, man werde aber wohl die angestrebte „schwarze Null“ erreichen.

Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde Schondorf unter dem damaligen Bürgermeister Peter Wittmaack in den Jahren 2011 und 2013 das gesamte Prix-Gelände der insolventen Firmen von der Ex-Deutsche-Bahn-Tochter Aurelis und der Sparkasse gekauft. Ziel war sozialverträglicher Wohnungsbau auf dem zentral gelegenen Filetstück mit Kindergarten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Hierzu hat der Gemeinderat den Bebauungsplan „Prix-Gelände“ auf den Weg gebracht mit 19 Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbauten mit einer Geschossfläche von bis zu 9.000 Quadratmetern.

Dabei müssen vom Investor 30 Prozent der neu zu schaffenden Häuser und Wohnungen an „die ortsverbundene Bevölkerung mit besonderem Bedarf“ gehen, also an Gering- und Normalverdiener. Dabei hat man vor allem den sogenannte „Aal“ im Auge, einen langgestreckten mehrgeschossigen Wohnblock mit bis zu 53 barrierefreien Einheiten entlang der Bahnlinie mit einer Tiefgarage.

Beim von der Gemeinde ausgelobten Investorenwettbewerb wurden elf Angebote eingereicht. In nichtöffentlichen Gemeinderatssitzungen hat man neun Angebote ausgesiebt. Bei den zwei konkurrierenden Finalvorschlägen konnte sich schließlich die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH mit den Planungspartnern Knoop & Rödl Architekten und Mahl-Gebhard Landschaftskonzepte durchsetzen. Bewertet wurden mit einem Punktesystem Architektur und Gestaltung, energetische Qualität, Nutzungskonzept und natürlich der Kaufpreis für das Grundstück.

Bei der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH handelt es sich um einen erfahrenen Bauträger mit 180 Mitarbeitern am Hauptsitz Ludwigsburg und in den Filialen Dresden, Frankfurt/M, Hannover, Köln, Karlsruhe und München. Seit der Gründung 1949 hat die WHS bundesweit mehr als 23.000 Häuser und Wohnungen erstellt. Derzeit hat die WHS über 1.700 Wohneinheiten mit einem Projektvolumen von über 700 Millionen Euro in Bearbeitung.

Eine der Kernkompetenzen sind maßgeschneiderte Lösungen wie jetzt in Schondorf auf dem Prix-Areal. Als Referenzprojekt hat sich Bürgermeister Herrmann in Fürstenfeldbruck das „Parkquartier Bruck“ mit 50 Wohneinheiten angesehen, das vom gleichen Planungsteam wie beim eingereichten Prix-Konzept erstellt wurde. Der Spatenstich soll noch im Herbst dieses Jahres erfolgen, spätestens jedoch Anfang 2019.

Dieter Roettig

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