Sieg Nummer fünf

Gegen Gröbenzell hatten die Landsberger Basketballer (am Ball Christoph Peters) lange zu kämpfen, ehe sie die nächsten zwei Punkte einfahren durften. Foto: Krivec

Es läuft weiter gut für die Basketballer der DJK Landsberg. Am Samstag besiegte die Mannschaft von Trainer Roman Gese Slama Jama Gröbenzell mit 79:70 und feierte damit den fünften Erfolg im sechsten Spiel der Rückrunde. Anders als zuletzt waren die Landsberger diesmal ordentlich gefordert, denn mit Gröbenzell war eine Mannschaft zu Gast, die jüngst immerhin den Tabellenführer Vilsbiburg in eigener Halle besiegt hatte.

Die Basketballer der DJK brauchten dann auch über zwei Minuten, ehe ihnen die erste zwingende Aktion gelang. Doch auch nach einem Dreier von Xaver Egger kamen die Gastgeber nur langsam in die Gänge. Wesentlich effektiver agierte Gröbenzell und führte Mitte des ersten Viertels mit 4:8. Ein Dunk von Marco Geidosch und ein in der Abwehr sehr intensiv arbeitender Florian Geheeb brachten die DJK besser ins Spiel. Davon profitierte auch der sich gut einfügende Lorenz Hüper, der erstmals in der Saison in der ersten Fünf stand und die sich ihm bietende Chance konsequent nutzte. Nach mehreren Steals mit erfolgreich abgeschlossenen Breaks führten die Landsberger 15:10. Danach dominierte mangelnde Chancenverwertung auf beiden Seiten. Nach dem 1.Viertel stand es 15:14. Unpräzise Pässe und Dribbelaktionen führten bei der DJK anschließend zu Ballverlusten und brachten die Gäste mit 17:21 in Front. Da mag die Frage nach den eigenartigen Wechselaktionen des Landsberger Coachs schon erlaubt sein. Nie stand die stärkste Aufstellung auf dem Platz. Geheeb spielte durch, Christoph Peters überhaupt nicht, Przemyslaw Migala saß lange auf der Bank und wurde schmerzlich vermisst. Dazu wurde eine Zonenverteidigung gespielt, die dem Gegner völlig freie Wurfpositionen an der Dreierlinie oder unter dem Korb erlaubte. Die durchwachsene Phase endete erst kurz vor der Halbzeit. Der nun eingewechselte Migala zeigte, dass er eins gegen eins nicht zu halten ist. Auch Xaver Egger fand zurück zu gewohnter Wurfsicherheit, mit einem knappen 35:34 ging es in die Pause. Auch danach war Migala kaum zu bremsen, man baute die Führung etwas aus. Dass nicht mehr daraus wurde, lag auch am in dieser Phase etwas indisponiert wirkenden Geidosch. Zuwenig konsequentes Ausblocken verhalf Gröbenzell immer wieder zu Offensivrebounds. Dafür machte Hüper wiederholt seine Sache recht gut. Wenig hilfreich für das Geschehen auf dem Spielfeld waren auch die total überforderten Unparteiischen. Großspurig in Gestik und Auftreten erinnerten sie an Verkehrspolizisten, die, statt den Verkehr flüssig zu regeln, ein Chaos verursachen. Von einem Gespür für das Spiel Basketball waren sie meilenweit entfernt, bevorzugten aber mit ihrer Auslegung keines der beiden Teams. Xaver Egger nahm als Spielmacher die Zügel fester in die Hand, und das zeigte Wirkung. Mit 59:49 ging es ins letzte Viertel. Mit aller Kraft zog Peters zu Beginn des letzten Spielabschnitts zum Korb und das war auch nötig, denn die Gäste spielten jetzt deutlich aggressiver. Nur mit spielerisch gekonntem Zusammenspiel, demonstriert von Migala und Michael Teichner, kam man ungehindert zum Wurf. Auch die beste Aufstellung der DJK tat sich gegen das, von den Schiedsrichtern nicht geahndete, aggressive Spiel Gröbenzells schwer. Die Landsberger ließen sich dennoch, auch dank der Übersicht Geheebs, nicht verunsichern. Das Pressing der Gäste bescherte dann doch wiederholt Freiwürfe, die, anders als in den vorhergehenden Partien, diesmal verwandelt wurden – nicht umsonst hatten die Spieler diese Variante in der Halbzeit noch einmal geübt. So war das Spiel gelaufen, der Sieg mit 79:70 eingefahren. Punktgleich mit dem Tabellenführer Vilsbiburg, der ein Spiel weniger bestritten hat, stehen die Landsberger nun an der Tabellenspitze.

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