Signal für die Hauptschulen

„Wir stehen zu unseren Hauptschulen!“ Das soll das Zeichen auch für die Landkreis-Schulen sein: Die Mitglieder des Verwaltungs- und Finanzausschusses haben letzte Woche beschlossen, dass an der Schlossbergschule neu gebaut wird. Dieser Neubau soll den Flachbau ersetzen, der in so schlechtem Zustand sei, dass eine Sanierung nicht mehr lohne. Über zwei Millionen Euro werden die Baumaßnahmen kosten, die die Stadt mithilfe staatlicher Förderung stemmen will.

Peter Huber vom Referat Kommunaler Hochbau erklärte den Ausschussmitgliedern das Vorgehen: So wird zunächst das Nachbargebäude, als Gaststätte „Franky“ bekannt, abgerissen – dort werden später Pavillon-Klassenzimmer aufgestellt. Bis zum Schulbeginn im September dieses Jahres soll das geschafft sein. Dann geht es an den Flachbau, der abgerissen wird und durch einen Neubau (zwei Millionen Euro) in Massiv-bauweise ersetzt wird. Die Pavillons dienen in der Bauphase als Ersatz-Klassenzimmer. Von allen Fraktionen wurden diese Planungen unterstützt. Stadtrat Ludwig Kaiser (SPD) sprach von einer Perspektive für die Schlossbergschule, die sich durch eine vernünftige Massivbauweise ergebe. Oder: Ständige Pavillons Möglich wäre aber auch eine andere Lösung gewesen: Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) hatte dafür dauerhafte Pavillons vorgestellt. Mit dieser Variante sei flexibler auf Schülerzahlen und Raumbedarf zu reagieren, machte Lehmann deutlich. „Man muss sich klar machen, dass es eine unsichere Entscheidung ist“, sagte er. Schließlich hätten im Jahr 2000 noch 1000 Schüler die beiden Hauptschulen in Landsberg besucht. Nun seien es noch 750. Doch auch der Oberbürgermeister hielt einen Bau trotz unsicherer Faktoren für besser. Hintergrund ist: Die Übertrittsquoten an Realschule und Gymnasium, an attraktiver scheinende Schulen, die höher wertige Abschlüsse versprechen, steigen und den Hauptschulen schwinden so die Schüler. Die Zukunft dieses Schultyps wird daher diskutiert und wie im KREISBOTEN berichtet, sollen auch im Landkreis Schulverbünde gebildet werden, bei denen sich die Hauptschule als Mittelschule profilieren kann. Die beiden Lands- berger Hauptschulen, Schlossberg und Fritz-Beck-Hauptschule sollen bestehen bleiben. Ein anderes Argument für einen Neubau und damit eine zukunftsorientierte Lösung für die Hauptschule am Schlossberg trug CSU-Stadträtin Barbara Juchem, die Kommunale Behindertenbeauftragte, vor: Für sie wird die Schule auf dem Schlossberg auch gebraucht, um die vom Kultusministerium geforderte Zusammenarbeit mit dem Sonderpädagogischen Einrichtungen (in Landsberg das Sonderpädagogische Förderzentrum) zu ermöglichen.

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