Sonderlackierung einer Transall zum 60. Geburtstag

Am Ende ein Blick auf den Anfang

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Die sonderlackierte Transall: Kurzzeitige Bodenberührung beim Touch-and-Go.

Penzing – Wenn die Torte zur Diamantenen Hochzeit geliefert wird, ist das Jubiläum nicht mehr fern. Die „Torte“ ist in diesem Fall die Sonderlackierung, die das LTG 61 einer Transall spendiert und sich selbst zum Geschenk gemacht hat. Am Montag, kurz vor dem Triple aus Geburtstag, Abschied und Tag der Bundeswehr, wurde der Flieger im neuen Outfit den Soldaten und Mitarbeitern des Geschwaders vorgestellt. Nun sieht die 45 Jahre alte Maschine fast so aus wie damals, als VFW Fokker sie lieferte: silbern, monochrom und wirklich majestätisch.

Zunächst hatte Oberstleutnant Klaus Schierlinger, der stellvertretende Kommodore, sogar daran gedacht, einfach alle Farbschichten abschmirgeln zu lassen, bis das ursprüngliche Blech erscheint. Da sich dies technisch nicht verwirklichen ließ, rauhten die Maler des Geschwaders die Farbe nur an und brachten zwei weiß-metallic-Schichten und eine abschließende Lackierung auf, insgesamt 240 Kilogramm Farbe und Lack. Um den puristischen Gesamteindruck nicht zu verfälschen, wurden alle Logos und Embleme, selbst das Bayerische Wappen, in Grautönen aufgebracht; nur die Deutschlandfahne glänzt in „schwarz-rot-gold“.

Nach dem feierlichen Roll-Out aus dem Hangar mit kraftvoller Musik flog der Lufttransporter erstmals im neuen Retro-Look als „Silberne Gams 51+01“ Platzrunden, Steilkurven und Touch-and-Go-Manöver. Wie schmuck die Maschine aussieht, werden 40.000 Besucher am 10. Juni in Penzing selbst sehen: Der Überflug der neuen alten Transall ist der Opener des Mega-Events, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Der KREISBOTE wird darüber in der kommenden Woche ausführlich informieren.

Die neu lackierte Maschine ist eine Transall D-138 Classic aus dem Jahr 1972, die schon 15.209 Landungen absolviert hat. Es ist eine von den wenigen Maschinen dieses Typs, die noch nicht der „Hochwertteilegewinnung“ zugeführt, also ausgeschlachtet und verschrottet wurden. Aber auch ihre Lebensdauer neigt sich dem Ende zu. „Zurücklackiert“ wird sie jedenfalls nicht mehr. Denkbar ist, dass sie eine museale Verwendung findet.

Bevor sich die Penzinger Soldatinnen und Soldaten und das zivile Personal bis zum Ende des Jahres in alle Winde verstreuen, herrscht auf dem Fliegerhorst also noch einmal emsige Betriebsamkeit. Davon konnten sich die 40 Journalisten überzeugen, die am Montag dabei waren. Auch Eurofighter und Tornados proben derzeit für den 10. Juni. „Es könnte etwas laut werden“, sagte Schierlinger der Presse. Und kaum war’s gesagt, gab es auch schon den ersten Überflug von vier Düsenjets. Ohren zuhalten!

Werner Lauff

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