"Silberne Gams" endgültig gelandet

Jubiläums-Transall schmückt Dach des Luftfahrtmuseums Wernigerode

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Gams ohne Flügel: Die Jubiläums-Transall des LTG 61 wird auf das Dach des Luftfahrtmuseums Wernigerode gehoben.

Penzing/Wernigerode – Noch vor einem Jahr zog die Jubiläums-Transall zum Vergnügen der Landsberger „Silberne Gams“ über der Stadt ihre weiten Runden. Dann war Schluss für die alte Dame, die wie alle ihre Kolleginnen durch den Airbus A400M erstezt wird. Seit Dienstag genießt die Gams ihren wohlverdienten Ruhestand auf dem Dach des Luftfahrtmuseums Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Was für die einen der Wetterhahn ist, ist für die anderen eben die Gams.

Dort herrschte am Dienstag helle Aufregung: Denn die „Silberne Gams“ vom Fliegerhorst Landsberg in Penzing, eine Transall C-160, ist das bisher größte Exponat der Ausstellung des Luftfahrtmuseums. Den Spitznamen hatte die Dame aufgrund ihrer Sonderlackierung zum 60-Jährigen des LTG 61 erhalten.

Zwischenstation war für die Transall im Dezember letzten Jahres der Verkehrsflugplatz in Ballenstedt, wo sie seither dem Transport nach Wernigerode harren musste. Dieser sollte bereits im April erfolgen, musste jedoch wegen technischer und witterungsbedingter Umstände verschoben werden.

Vor dem Transport nach Sachsen-Anhalt wurden Triebwerke, Höhen- und Seitenleitwerke sowie Tragflächen abmontiert. Mehrere Schwertransporter brachten in der Nacht von Montag auf Dienstag den Rumpf und die anderen Großbauteile nach Wernigerode.

Ihre Ankunft auf dem Museumsdach belohnte der Wettergott mit strahlendem Sonnenschein. Ein 250-Tonnen-Kran hob den flugunfähigen Rumpf der Gams in die Höhe. Dort wird sie nun wieder zusammengebaut und begehbar ausgestellt.

Museumsinhaber Clemens Aulich zeigte sich zufrieden: „Alles hat hervorragend geklappt! Es ist schön, endlich das Ergebnis der mehrmonatigen Planungs- und Vorbereitungsphase zu sehen.“

Für alle, die die Sehnsucht nach ihrer Gams übermannt, gibt es einen Hoffnungsstrahl: Wahrscheinlich Ende des Jahres, wenn alle Arbeiten am Flugzeug abgeschlossen sind, wird die Transall von außen und auch von innen zu besichtigen sein. Es soll sogar eine Rutsche geben, über die die Besucher vom Flugzeug direkt auf die Terrasse der Cafeteria des Museums gleiten können. Irgendwie auch eine Art Bordservice. Und ganz ohne Turbulenzen.

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