Mit Musik ins Neue Jahr

Silvester in Landsberg: „Götterfunken“ statt Böller

Feuerwerk bunt am Himmel
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So bunt wird‘s heuer nicht werden. Aber vielleicht wird der Himmel über Landsberg heuer mit Musik gefüllt.

Landsberg - Böller und Raketen gibt es heuer nicht zu kaufen. Wegen Corona verboten. Und auch, wer Restbestände vom letzten Jahr verpulvern will, wird gebeten, sich zurückzuhalten. Laut darf man trotzdem werden: Die Stadt Landsberg ruft alle Bürger auf, um Mitternacht Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ zu singen oder zu spielen - natürlich vom heimischen Fenster, Garten oder Balkon aus.

Um Landsberg zum Jahreswechsel in eine Klangwolke zu legen, bitte man alle Musiker, Sänger und Musikfreunde, an Silvester um Mitternacht Schillers „Ode an die Freude“ in Beethovens Vertonung zu spielen bzw. zu singen - bekannt auch als Europahymne und zudem passend zum 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven in diesem Jahr. Die Musik-Aktion entsprang der Initiative des Landsberger Hobbymusikers Roland Kronbauer, informiert Simone Sedlmair von der Stadtpresse. „Es sind alle Instrumente und Stimmlagen beim musikalischen Start in das Jahr 2021 erwünscht – und dies vom Anfänger bis zum Profimusiker.“

Die Noten dazu können auf der Website der Stadt Landsberg unter www.landsberg.de abgerufen werden. „Ich würde mich freuen, wenn sich hier viele Landsbergerinnen und Landsberger beteiligen. Und wer nicht text- und notensicher ist - ein bisschen Zeit zum Üben ist ja noch bis zum Jahreswechsel“, so Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl. Wer bereits am Heiligabend sein musikalisches Debüt zum Besten geben möchte: Der Bayerische Musikrat lädt um 15 Uhr zu einem gemeinsamen musikalischen Erlebnis ein. Informationen über die Website des Bayerischen Musikrates www.bayerischer-musikrat.de.

Wenn‘s dann doch sein sollen muss

Die Stadt Landsberg bittet die Bürger, möglichst auf Raketen und ähnliches zu verzichten. Beim Abbrennen von Raketen, gerade von bereits länger gelagerten, sei die Verletzungsgefahr nicht unerheblich. Momentan könne das Gesundheitssystem aber keine weitere Belastung durch Verletzungen, wie sie beim Feuerwerk häufig vorkommen, vertragen.

Zudem sollten in der Altstadt keine Kleinfeuerwerke, insbesondere keine hochsteigenden Silvesterraketen, abgebrannt werden. Historische Gebäude könnten durch Funkenflug oder brennende Teile von Raketen gefährdet sein. Zum Bereich der Altstadt gehört auch das Gebiet unterhalb der Neuen Bergstraße. Die Stadt bitte darum, auch von hier aus keine Feuerwerkskörper in das dicht bebaute Altstadtviertel rund um das Klösterl abzufeuern.

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