Kletterwand in Gemeindehand

Die Kletterwand (Symbolfoto) in der Fuchstalhalle ist künftig in der Hand der Gemeinde.

Fuchstal – Für die Kletterwand in der Fuchstalhalle Leeder ist ab sofort allein die Gemeinde zuständig. Sie kauft die sieben Meter hohe Anlage vom Skiclub Asch, dem bisherigen Betreiber, zurück. Robert Steger, der Vorsitzende des mit 950 Mitgliedern zweitgrößten Vereines, zeigt sich erleichtert darüber, dass die Gemeinde nun die Trägerschaft übernimmt. Seit fünf Jahren habe man im Verein niemanden mehr gehabt, der sich um dieses Sportgerät, das in eine Wand integriert ist, gekümmert habe.

Erst im Februar sei die Stahlkonstruktion nochmals einer Wartung unterzogen worden, wofür der Skiclub und die Gemeinde 1100 Euro aufgewendet haben, ergänzt Robert Steger. Zu einem Preis, der zwischen 1200 und 1600 Euro liegt, wird die Gemeinde die Installation in der Fuchstalhalle zurücknehmen. Diese sei in einem einwandfreien Zustand. Abbau und Entsorgung kämen teurer, hieß es auf der Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Erwin Karg verwies darauf, dass man dazu eine Mitarbeiterin der Firma Entre Prises befragt habe.

Die Kletterwand wird nach Angaben von Bürgermeister Karg auch schulisch genutzt. Sie hat drei Routen, kann also von drei Personen gleichzeitig nebeneinander genutzt werden. Wer sie künftig in Anspruch nehmen möchte – auch auswärtige Interessenten sind willkommen – muss im Rathaus Fuchstal anfragen. Der Skiclub Asch ist fortan nicht mehr zuständig.

Die nächst gelegene Kletterwand gibt es in der Turnhalle in Herzogsägmühle bei Peiting. Sie wird auch von auswärtigen Gruppen genutzt. In Landsberg möchte die Alpenvereinssektion gar eine Kletterhalle am Sportzentrum errichten. Die Stadt hat für das Vorhaben im aktuellen Haushaltsplan 200000 Euro Zuschuss eingestellt.

Euphorie verflogen

Robert Steger (37) ist beim Skiclub Asch seit 13 Jahren Vorsitzender. Er bekennt offen, dass es in früheren Jahren zahlreiche Anfragen wegen der Kletterwand gegeben habe. Die Euphorie sei oft verflogen, manche Anfragen seien im Sande verlaufen. Wünsche und Vorstellungen seien da eben oft konträr zur späteren, mitunter zeitaufwändigen Ausführung, kommentiert der SCA-Vorsitzende. Dies sei aber im Vereinsleben und Freizeitbereich nicht nur in diesem Fall so.

Die Kletterwand in der Fuchstalhalle wurde 1999 installiert. Damals war der jetzige Bürgermeister Karg der Vorsitzende des Vereines, ehe er das Amt nach der Wahl zum Bürgermeister abgegeben hat. Laut Vorsitzendem Steger wurden damals nahezu 40000 Mark in die Kletterwand investiert. Zuschüsse kamen damals vom Bayerischen Landessportverband.

Johannes Jais

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