"Eight" gibt’s sechs Mal gratis!

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In der Toilette ebenso wie im Bücherregal: Ordnung muss sein. In Peter Blackburns „Eight“ spielt Libby Munro die unter Zwangsneurose leidende Sarah Prentice.

Landsberg – „Wenn man nur einen Snowdance-Film sehen kann, dann muss es dieser sein“, meinen die Veranstalter des Snowdance-Filmfestival (30. Januar bis 1. Februar): „Eight“. Der KREISBOTE hat exklusiv die Filmpatenschaft für das beeindruckende Werk des Australiers Peter Blackburn übernommen und verlost nun 3x2 Freikarten für die Vorstellung im Stadttheater.

Sarah Prentice (Libby Munro) leidet unter einer Zwangsneurose und hat ihre Wohnung seit zwei Jahren nicht mehr verlassen. Kleinste alltägliche Handlungen sind fast unüberwind- liche Hindernisse für sie, wie im Film schnell deutlich wird.

Exakt eine Stunde dauert es, bis Sarah geduscht und angezogen ist. Langatmig wird die Wanderung durch die Wohnung für den Zuschauer nicht, obwohl (oder weil) die Protagonistin kaum einen Schritt in den neuen Tag wie jeder andere bewältigt. In die Pantoffeln muss nach einem bestimmten Ritual geschlüpft werden, das Klopapier will richtig abgezogen und gefaltet sein. Sei es der Dufterfrischer in der Toilette oder das Einschalten des Wasserkochers; Sarah unterliegt ihren Zwängen stets und ständig.

Sarah hat Mann und Tochter, soviel wird über die 81 Minuten klar, die Kontaktversuche der beiden kann sie aber nicht annehmen. Lediglich ihre Sozialarbeiterin Jane und der Anruf- beantworter verbinden sie noch mit der Außenwelt. Sarahs Leben dagegen besteht aus -zig (farblich genau angeordneten) Notizzetteln, frisch gereinigter Kleidung (in Folie), Desinfektionsmitteln und Einmal-Handschuhen an mehreren Stellen ihrer Wohnung.

Neben dem ungewöhnlichen Thema wartet „Eight“ mit einer ambitionierten Umsetzung auf. Der Film wurde zwar aus wechselnden Winkeln, aber in einer einzigen Einstellung – also ohne Schnitt – gedreht. Eine enorme Herausforderung, wie Regisseur und Drehbuchautor Blackburn selbst sagt: „Es stellte an Alle große Anforderungen.“ Bekannte Filme, die in einer einzigen Einstellung gedreht wurden, waren bislang Hitchcocks „Cocktail für eine Leiche“ (dort wurde allerdings in Wirklichkeit geschnitten) und „Russian Ark“ von Sourukow (auch dieses Werk wurde aber bearbeitet). Warum der Film „Eight“ („Acht“) betitelt ist, wird während der 81 Minuten bald klar, soll hier allerdings nicht verraten werden. Ebenso das überraschende Ende und warum wohl kein Besucher nach dem Besuch des Filmes mehr ein Ei aufschlagen wird wie zuvor.

„Eight“, der Film, für den der KREISBOTE die Patenschaft übernommen hat, läuft beim Snowdance-Filmfestival zweimal im Stadttheater: Samstag, 31. Januar, 21 Uhr, und Sonntag, 1. Februar, 10 Uhr.

3x2 Tickets für "Eight"

Wer Peter Blackburns Meisterwerk „Eight“ am kommenden Samstag oder Sonntag zum Nulltarif anschauen möchte, der sollte jetzt ganz schnell zum Telefon greifen, unsere Hotline 01378-26020503 (50 Cent pro Anruf aus dem dt. Festnetz-Mobilfunkpreis ggf. abweichend) wählen und das Lösungswort „Snowdance – Eight“ nennen. Teilnahmeschluss ist am Freitag, 30. Januar um 12 Uhr. Das Lost entscheidet anschließend, wer die 3x2 Snowdance-Tickets gewinnt. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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