Lasset die Spiele beginnen!

Landsberg: Snowdance Film Festival startet am 25. Januar 

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Der Stuhl steht. Snowdance-Festivalleiter Tom Bohn (3. von rechts) freut sich auf eine spannende Filmwoche.

Landsberg – Seit Tagen steht der große hölzerne Stuhl vor dem historischen Rathaus im Herzen von Landsberg und trotzt Wind, Wetter und den argwöhnischen Blicken der Einheimischen. Es handelt sich nicht um die Marketingaktion eines skandinavischen Möbelherstellers, sondern um das Wahrzeichen des Snowdance Film Festivals, das heuer vom 25. Januar bis zum 2. Februar zum siebten Mal Filmschaffende und Filmliebhaber in die Kreisstadt am Lech lockt.

Neben deutschen und internationalen Produktionen für die große Leinwand gibt es Kurzfilme, Workshops, Partys, Live-Musik, Lesungen, eine Kunstausstellung und weitere Programmpunkte. Höhepunkt ist die Preisverleihung am letzten Samstag des Festivals.

330 Filme aus 45 Ländern wurden eingereicht. Festivalleiter Tom Bohn, Claudia Flörke vom Kulturbüro Landsberg sowie Schirmherr und Schauspieler Max Tidorf präsentieren rund 20 Filme, von denen elf für Preise nominiert sind. Die Jury, bestehend aus Ulrich Herrmann (Autor, Redakteur, Regisseur), Claudia Flörke (Leiterin Kulturbüro Landsberg), Fred Breinersdorfer (Autor, Produzent, Regisseur) und Lisa Bitter (Schauspielerin), hat die Qual der Wahl und wird ihre Entscheidungen am 1. Februar in feierlicher Atmosphäre im Stadttheater verkünden.

Der große Regiestuhl auf dem Landsberger Hauptplatz ist Wahrzeichen des Festivals.

Die Filme kommen aus Deutschland, USA, Frankreich, Australien, Finnland, Neuseeland und Venezuela. Noch vor dem offiziellen Eröffnungsfilm „Bruder Schwester Herz“ feiert die deutsche Produktion „Frieda – Coming Home“ ihre Weltpremiere. Ein Ereignis mit eigenem Flair. Tom Bohn legt diese Veranstaltung im Olympiakino (25. Januar,17 Uhr) allen Cineasten ganz besonders an Herz: „Es werden viele vom Team da sein, alle sind furchtbar nervös und aufgeregt – man muss eine solche Premiere einfach mal erlebt haben.“

Neben dem Olympiakino dienen das Stadttheater und die Säulenhalle als Lichtspielorte. Damit niemand den Überblick verliert, gibt es nicht nur das offizielle Programmheft und die Website, sondern auch eine täglich um 19 Uhr erscheinende Festival-Zeitung. Verantwortlich für den Inhalt ist der Landsberger Journalist und Dozent Chris Bleher: „Wir bringen aktuelle News rund um das Festival und natürlich vermelden wir, welche Stars sich wo ein Stelldichein geben.“

Denn wie jedes Jahr werden wieder einige bekannte Gesichter in der Lechstadt anwesend sein: Götz Otto, Heiner Lauterbach, Max Tidorf, Annika Blendl, Thure Riefenstein, Udo Schenk, Godehard Giese „und ein bis zwei Überraschungen“, verspricht Tom Bohn. Submission Managerin Anna Bell versichert außerdem, dass viele Filmemacher und Teammitglieder aus aller Herren Länder vor Ort sein würden: „Wir haben zu fast allen Filmen Gäste da, unter anderem aus Frankreich und Finnland.“

„Wir hatten noch nie so viel Besuch von Filmemachern und Crews wie dieses Jahr“, ergänzt Tom Bohn, „und die meisten bezahlen ihre Anreise und Hotels selbst. Landsberg stößt von den Übernachtungen her an die Grenzen seiner Kapazitäten.“

Welchen Stellenwert das Festival mittlerweile für die Stadt hat, beschreibt Claudia Flörke: „Es ist ein enorm wichtiger Bestandteil des Kulturlebens in Landsberg und ich bin froh, dass wir Snowdance hier haben und ich hoffe, dass es bleibt und wächst.“

„Ich war letztes Jahr schon einmal auf dem Festival und was Tom Bohn und seine Leute da auf die Beine gestellt haben, hat mich schwer beeindruckt. Als ich gefragt wurde, ob ich die Schirmherrschaft übernehmen möchte, habe ich mich sehr gerne dazu bereit erklärt“, sagt Max Tidorf, der zuletzt mit „Ostwind 2“ im Kino zu sehen war, im Gespräch mit dem Kreisboten.

Ob Science Fiction, Dokumentation, Tragikomödie, Psycho-Horror, Thriller, Drama oder Kurzfilm – jedes Genre ist vertreten. Diverse Veranstaltungen, wie die Lesung mit Hubertus Meyer-Burckhardt oder der Workshop „Kriminalfilm“, sind schon nahezu ausgebucht. Ein musikalisches Highlight ist der Auftritt der Alt-Rocker Guru Guru am 26. Januar im Foyer des Stadttheaters. Für ein paar Tage wird das beschauliche Landsberg wieder die Anlaufstelle für unabhängige Filmschaffende aus aller Welt sein.
Dietrich Limper

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