Snowdance 2016

Programmauswahl mit vielen Highlights

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Geschafft nach gefühlten tausend Stunden Filmauswahl: Festival-Direktor Heiner Lauterbach und Initiator Tom Bohn.

Landsberg – Mit müden und fast schon eckigen Augen als Folge der wochenlangen Filmbewertungen und trotzdem voller Euphorie präsentierten Regisseur und Festival-Initiator Tom Bohn, Schauspieler Heiner Lauterbach als Direktor und das Organisationsteam jetzt die endgültige Auswahl der Filme, die beim dritten Snowdance-Independant-Filmfestival vom 29. bis 31. Januar in Landsberg gezeigt werden.

Aus über 250 Einreichungen aus der ganzen Welt haben es jetzt 29 Langfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme und Videoclips auf die Leinwände im Olympiakino, Stadttheater und Altstadtsaal der VR-Bank Landsberg-Ammersee geschafft. Erfreulich, dass bei den Langfilmen fünf Produktionen von unabhängigen Filmemachern aus Deutschland dabei sind. Denn auch hierzulande wächst der Trend zu sogenannten Indie-Filmen, die mit niedrigem Budget und trotzdem hochprofessionell ohne Beteiligung von Majorstudios, Sendeanstalten oder staatlicher Filmförderung gedreht werden.

Tom Bohn selbst, als Drehbuchautor und Regisseur von Dutzenden erfolgreicher Fernsehfilme, darunter viele „Tatort“-Krimis, dick im Geschäft, liebt das völlig unabhängige Agieren hinter der Kamera und hat mit seinem zum Teil in Dießen gedrehten Indie-Film „Black Wedding“ Maßstäbe gesetzt. Die rabenschwarze Komödie lief bereits auf Festivals auf der ganzen Welt und heimste Preise ein, zum Beispiel den Sieger-Award beim Comedy-Festival ausgerechnet in der Filmmetropole Los Angeles.

15 Filme mit einer Laufzeit von mehr als 70 Minuten aus den Genres Thriller, Horror, Comedy und Liebesfilm wurden ausgewählt. Aus Deutschland kommen „Der Kuckuck und der Esel“ von Andreas Arnstedt, „Zwischen Sommer und Herbst“ von Tolga Yilmaz, „Sin & Illy Still Alive“ von Maria Hennge, „Kartoffelsalat“ von Michael David Pate und „Mission NinetyTwo-Energy“ von Julia Dordel.

Aus den USA schafften es nach Landsberg: „They look like people“ von Perry Blackshear, “Jessica“ von Josh Rosenberg und „Intersection“ von Tim French. Die restlichen Langfilme kommen aus Belgien („Vanitas“ von Oscar Spierenburg), Großbritannien („Where do we go from here“ von John McPhal), Holland („The most beautiful thing in the word“ von Danyael Sugawara), Australien („Australiens“ von Joe Bauer), Frankreich („Zero Zero Belge“ von Pascal Robteur), Türkei („Nekro“ von Pinar Sinan) und Spanien („Day Release“ von Geoffrey Cowper).

Bei den Dokumentarfilmen sind ebenfalls drei deutsche Produktionen dabei: „No Limits – Impossible Is Just A Word“ von Tim Hahne als Eröffnungsfilm über den beinamputierten Ex-Rennfahrer und Spitzensportler Alex Zanardi, „Dirty Games“ von Benjamin Best und „3.000 Grad – Von Wustrow nach Paris“ von Henri Tonn.

Man darf gespannt sein, wer von diesen engagierten Filmemachern einen der vier Snowdance-Awards mit nach Hause nehmen darf. Preise mit Geldprämien gibt es für den besten Feature-Film, Dokumentarfilm, Kurzfilm und Music-Clip. Den Hauptpreis mit 2.000 Euro hat die Landsberger Motorradfirma Horex gestiftet, die als eine der Hauptsponsoren das Festival in diesem Umfang mit ermöglicht hat.

Über die hochkarätig besetzte Jury wird der KREISBOTE als Medienpartner des Festivals in Kürze berichten, ebenso über die prominenten Gäste, die nach Landsberg kommen werden. Zwei Namen haben und dürfen wir jetzt schon mal verraten: Til Schweiger und Hannes Jaenicke sind ganz sicher dabei.

Dieter Roettig

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