UBV Landsberg fordert:

Bitte mehr Speed-Displays!

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Neues Speed-Displays für Landsberg?

Landsberg – Als sich die Delegationen der vier Landsberger Ortsteile 2017 erstmals trafen, waren sie sich in einem einig: Wir hätten gerne an den ins­ge­samt acht Ortseinfahrten je ein Speed-Display, das zu hohe Geschwindigkeiten freundlich aber unübersehbar anzeigt. Schnell war der Wunsch an die Stadtverwaltung übermittelt. Doch die verwies darauf, dass es sich ja um ein Treffen im Rahmen des Projekts „Landsberg 2035“ gehandelt habe – es sei also noch Zeit.

Diese Antwort hat viele Stadträte befremdet. Die UBV formulierte ihre Kritik jetzt so: „Hierbei handelt es sich um einen sinnvollen, nicht kostspieligen und leicht umsetzbaren Wunsch.“ 10.000 Euro seien auf Vorschlag der UBV ja bereits in den Haushalt 2018 eingestellt worden; die Verwendung dieser Mittel sollte nun „zeitnah“ erfolgen. Damit könne man bereits vier stationäre Displays erwerben. Zusätzlich könnten vier mobile Displays vorübergehend in den Ortsteilen verwendet werden.

Soweit im Laufe des Jahres 2018 bei einer anderen Maßnahme 10.000 Euro eingespart werden können, möchte die UBV, dass die Stadt vier weitere stationäre Speed-Displays anschafft, um die mobilen Speed-Displays in den Ortsteilen wieder durch dauerhaft angebrachte zu ersetzen. Die mobilen Geräte könnten dann wieder in der Kernstadt Verwendung finden.

Auch dort würden aber zusätzliche Displays benötigt, vor allem „an Ausfallstraßen und Kindergärten“. Im Haushalt 2019 und den folgenden Finanzplanungsjahren sollen daher Mittel für je zwei stationäre und zwei mobile Speed-Displays eingeplant werden, um diesem Wunsch nach und nach zu entsprechen, forderte UBV-Fraktionschef Christoph Jell.

Untersuchungen zeigen, dass solche Displays das mildeste Mittel sind, ohne Radarkontrollen und Geldbußen Geschwindigkeiten zu reduzieren. Der prozentuale Anteil der Fahrer, die die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritt, verringerte sich bei einem Test der gemeinsamen Unfallforschung der Autoversicherer (UDV) um 43 bis 64 Prozent. Die befragten Fußgänger nahmen deutliche Unterschiede des Fahrverhaltens der Autofahrer und eine spürbare Erhöhung der eigenen Sicherheit beim Einsatz der Displays wahr. Dialog-Displays wirken nur, solange sie aktiv sind. Nach Abbau der Geräte kehren die Verkehrsteilnehmer wieder zu ihrem ursprünglichen Verhalten zurück.

Werner Lauff

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