Was soll ich werden?

Die Frage, welcher Beruf der richtige ist, muss sich jeder Jugendliche irgendwann stellen. Die Entscheidung bestimmt über den Lebensweg, fällt deshalb schwer. Information hilft. Aus diesem Grund gibt es den Berufsinformationstag an der Johann-Winklhofer-Realschule. Über 15 Firmen, Unternehmen und Berufsschulen vor allem aus dem Landkreis Landsberg haben sich am Dienstag den Mädchen und Jungen der 9. Klassenstufe präsentiert.

Gut daran: Nicht etwa nur Personalchefs standen den 200 Neuntklässlern für Fragen zu den verschiedenen Berufen zur Verfügung, sondern auch derzeit in der Ausbildung stehende junge Erwachsene. Gleich am ersten Stand hielt sich Manuela Bauer, Auszubildende zur Mechatronikerin bei Rational, bereit. Sie sprach begeistert von ihrem Beruf, „weil er so vieles verbindet – Mechanik, Elektronik und Informatik.“ Vom Klinikum Landsberg kam ein kompletter Ausbildungsjahrgang und nahm ein ganzes Klassenzimmer in Beschlag. Praktisch wurde dort die Arbeit von Gesundheits- und Krankenpflegern gezeigt und am lebenden Modell getestet. Viele Schüler nutzten die Möglichkeit, sich beim Verbände-Anlegen zu versuchen oder Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Technische Berufe wie Industriemechaniker, Mechatroniker oder Modell- bauer gab es auch bei den Ständen von Hirschvogel und iwis Motorsysteme zu entdecken. Für die meisten der Berufe ist ein Realschulabschluss notwendig. Häufig bekommen aber auch Absolventen der Hauptschule eine Chance, sofern sie über zusätzliche Qualifikationen verfügen. Workshops und Bewerbertraining warteten ebenso auf die Jugendlichen: Die Landsberg-Ammersee Bank hielt Einstellungstests bereit. Bei der AOK erfuhren die Schüler, was es mit dem Assessment Center auf sich hat – dieses personelle Auswahlverfahren nutzen heute immer mehr Unternehmen, um die passenden Arbeitskräfte für sich zu rekrutieren. „Karriere mit Zukunft“ versprach der Infostand der Bundeswehr den Jugendlichen. Jens Buchmeyer von der Wehrdienstberatung Weilheim war dafür vor Ort. Besonders interessierten sich die Jugendlichen hier für die Eignungstest. Logisches Denken, gute Kenntnisse in den Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch sind da gefordert. Daneben werden Fragen zur eigenen Person und die psychische Eignung überprüft. Befürchtungen von einer Gruppe von Jungen angesichts der Fitnesstests, sehr sportlich sein zu müssen, zerstreute Buchmeyer: „Es ist alles machbar.“ Bundeswehr-Luft zu schnuppern ist bei einem Truppenpraktikum oder -besuch möglich. Der Stabsfeldwebel riet den Schülern, sich bereits ein Jahr vor dem Schulabschluss ausführlich beraten zu lassen. Im Mai absolvieren die Schüler der neunten Realschulklassen ein einwöchiges Praktikum. Die meisten haben schon eine Stelle. Sich auf jeden Fall einmal zu bewerben, schlug Sascha Rill, Ausbildungsleiter bei iwis motorsysteme vor.

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