Wer baden will, muss blechen:

Frei Parken am Strandbad in Dießen gibt's nicht mehr!

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Parkscheinautomaten wie hier am Uttinger Freizeitgelände werden ab dieser Saison an den gemeindlichen Badstellen St. Alban und Riederau in Dießen aufgestellt.

Dießen – Früher musste man beim Besuch der gemeindlichen Strandbäder in St. Alban und Riederau Eintritt zahlen, dafür war das Parken gratis. Jetzt ist es genau umgekehrt: Seit letzten Sommer ist in den beiden „Freizeitgeländen mit Badestellen“ – so heißen sie jetzt offiziell – der Eintritt frei, da hier keine Aufsicht mehr tätig ist. Um die fehlenden Einnahmen wenigstens teilweise zu kompensieren, hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die „Park­raumbewirtschaftung“ an beiden Badestellen beschlossen.

Das heißt konkret, dass Besucher, die mit dem Auto kommen, bei den insgesamt 321 Park­plätzen in der Nähe der Badestellen eine Gebühr bezahlen müssen. Dazu wird die Gemeinde in St. Alban maximal sieben und in Riederau maximal drei Parkautomaten aufstellen. Zwischen 9 und 18 Uhr ist das Parken hier kostenpflichtig, wobei die erste Stunde frei ist. Die Gemeinderäte kamen damit den Badegästen entgegen, die zum Beispiel in der Mittagspause schnell mal vorbeischauen, um sich im Ammersee abzu­frischen.

Danach kostet jede Stunde einen Euro, das Tagesticket wurde mit drei Euro gedeckelt. Eine höherer Tagespreis sei Dießenern aus den entfernten Ortsteilen nicht zuzumuten, war die fast einhellige Meinung. Nur Marc Schlüpmann von der Grünen-Fraktion hatte saftigere Tagesgebühren gefordert, um Autofahrer zum Umstieg auf Fahrrad oder E-Bike zu bewegen. Schwer möglich für eine Familie mit Kindern samt Bade-­Utensilien aus Wengen zum Bespiel. Michael Hofmann von der Bayernpartei platzte bei der Grünen-Forderung fast der Kragen: „Ich wehre mich gegen die ständigen grün-pädagogischen Maßnahmen gegen Autofahrer!“

Bei den Parkautomaten soll auch das sogenannte „Handy-­Parken“ ohne Bargeld möglich sein. Über eine App meldet sich der Besucher bei An- und Abfahrt beim Betreiber, der dann die angefallenen Gebühren monatlich abbucht. Die „Parkschandis“ vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland erkennen dann auf ihren Geräten, ob das Auto über Handy angemeldet wurde oder nicht.

Die Lieferzeit der Parkscheinautomaten dauert sechs bis acht Wochen, so dass rechtzeitig zu Beginn der Sommersaison mit der Parkraumbewirtschaftung gestartet werden kann. Die Kosten für die Automaten samt Beschilderung werden sich auf maximal 75.000 Euro belaufen.

Im Freizeitgelände der Nachbargemeinde Utting haben sich die Parkautomaten bereits bezahlt gemacht. Allein in der ersten Saison spülten sie knapp 35.000 Euro in die Gemeindekasse.
Dieter Roettig

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