Landsberger Kino-Open-Air

Finale mit Blitz und Donner

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Einfach ein schönes Event: Das Landsberger Kino-Open-Air auf dem Rossmarkt

Landsberg – Es ist immer das Gleiche: Tagsüber wunderbares Sommerwetter, gegen Abend ziehen dunkle Gewitterwolken auf. Kommt es oder geht es an Landsberg vorüber? Das ist die bange Frage, vor der Kinobetreiber Rudolf Gilk heuer wieder beim Open-Air-Kino auf dem Rossmarkt etliche Male stand.

Absagen oder Spielen? Stets keine leichte Entscheidung. Die Sicherheit steht im Mittelpunkt und so mussten heuer vier der zwölf Freilichtvorstellungen wegen drohender Gewitterfronten ins nahe Kino verlegt werden. Auch der Film „Pina“ fiel buchstäblich ins Wasser. Während es aber draußen schüttete, begrüßte Regisseur Wim Wenders die Gäste im großen Saal des Olympia-Filmtheaters – „auch drinnen ein Highlight, wenngleich es im Freien sicherlich viel stimmungsvoller gewesen wäre“, sagt Gilk.

Insgesamt waren Besucher und Veranstalter mit dem Ergebnis des 14. Kino-Open-Airs zufrieden. „Wir freuen uns“, sagt die Kinobetreiber-Familie Gilk, „wenn unsere Gäste mit Polster und Decken anrücken und ihre sichtbare Freude am Freilichtkino mitten in der Stadt haben.“ Das gebe es nicht allzu oft in Bayern, lobten die Kinobesucher das in Kooperation mit dem KREISBOTEN veranstaltete Open-Air auf dem Ross- markt, das inzwischen „fast schon Kultcharakter“ hat. Für die Betreiber, ein eingespieltes Team, ein alljährlicher Kraftakt, und „das Wetter entscheidet, ob am Ende in der Kasse was übrig bleibt oder ob man sich eine Arbeit gekauft hat.“

Schnell ins Olympia

Ganz besonders spannend war heuer das Finale am Sonntag: Drückende Schwüle, 30 Grad tagsüber, am Abend noch immer 25 Grad. Die Besucher der Vorpremiere „Madame Mallory und der Duft von Curry“ nahmen erwartungsvoll auf den Stühlen Platz. Der Wetterbericht hatte schon tagsüber schwere Gewitter ankündigt, allerdings erst nach Mitternacht. Und so zeigte sich der Abendhimmel über dem Rossmarkt in tiefdunklem Blau. Indes, der Film lief noch keine zehn Minuten, da begann es zu regnen. Blitze zuckten am Himmel. Vorstellung abgebrochen, doch das Filmvergnügen ging in beiden Sälen des Olympia weiter. „Schade, draußen wär’s um soviel mehr stimmungsvoller gewesen“, bedauert Gilk.

„Nächstes Jahr halt wieder“, meint ein Besucher, doch daran mögen die Betreiber des Kino-Open-Airs angesichts der Strapazen erstmal nicht denken. „Nächstes Jahr mach mer’s nimmer“, sagt Rudolf Gilk, während die 600 Stühle, die Leinwand, Lautsprecher und die Projektionstechnik im strömendem Regen abgebaut werden. Aber das sagt er jedes Jahr und macht’s dann doch wieder. Es ist einfach ein zu schönes Event, wenn auch mit vielen Strapazen und wetterbedingt „wenig Aussicht auf Gewinn“. Doch „zufriedene Kinogäste sind wertvolles Kapital“ für das Kino in der Landsberger Innenstadt, das sich gegen 18 Kinoleinwänden in der Peripherie behauptet.

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