Rudis Blick aufs Jahr

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Die Wetterkapriolen in diesem Jahr veranlassten den Landsberger Filmemacher Rudolf Gilk, den 100-jährigen Kalender zu prüfen.

Landsberg – Das Wichtigste mal wieder vorweg: Der Eintritt für „Gilks Blick auf das Jahr“ am kommenden Sonntag (29. Dezember) ist frei, der Kaffee, den es ansonsten zur Sonntagsmatinee gratis dazu gibt, ist diesmal mit der Hoffnung auf eine Spende verbunden, eine Spende für „Sternstunden“, die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks.

Das Landsberger Kinoteam bittet für diese gute Sache den Geldbeutel weit aufzumachen. Dafür werden sie mit einem 90-minütigen Film belohnt, in dem der Filmemacher Rudolf Gilk in seiner unnachahmlichen Art das Jahr 2013 Revue passieren lässt. Von Januar bis Dezember hat er für die Sendung „Wir in Bayern“ filmisch auf den jeweiligen Monat zurückgeblickt. Daraus ist dann ein dreiteiliger Jahresrückblick entstanden, der im Dezember immer freitags um 17 Uhr im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurde. Exklusiv für die Landsberger gibt es nun den Film, alle zwölf Monate, am Stück.

Zwei Gründe sind es warum Rudolf Gilk seinen Film mit Zustimmung der BR-Fernsehdirektion in seinem Olympia als Zu­- sammenfassung zeigt: Erstens ist er ein Landsberger und zweitens hat er als solcher natürlich in seinem Rückblick sehr oft seine Heimatstadt als Drehort gewählt. Vieles von dem was gezeigt wird, passiert in der Lechstadt.

Auf seine Art erzählt Gilk auf charmante und manchmal ironische Weise, was sich in Bayern so ereignet hat. Dabei geht es nicht nur um große Ereignisse und Veranstaltungen, sondern vor allem um die kleinen Geschichten, die er im Laufe der Monate aufspürt. So macht er sich Anfang des Jahres über das zu viel zu warme Winterwetter seine Gedanken und prüft den 100-jährigen Kalender. Er wirft einen Blick auf die sinnigen oder unsinnigen Regeln, die von staatswegen zu Jahresbeginn eingeführt werden, und schaut auch auf die typisch bayerischen Veranstaltungen wie den Fasching, Starkbierzeit oder den Josephitag, das Oktoberfest und zeigt wie man in Raisting Kirchweih feiert.

„Dürfen Frauen beim Maibaumstellen mitmachen?“, will er von den Dießener Trachtlern wissen, spekuliert darüber warum man einen neuen Fünf-Euro-Schein braucht, wo dieser von den Automaten nicht akzeptiert wird. Das extreme Wetter in diesem Jahr spielt im Film eine große Rolle. Man wird erinnert an das kalte und feuchte Frühjahr, die Jahrhundertflut, an die heißen Sommertage, an denen die Schnappschildkröte Lotti für Wirbel im Blätterwald sorgt.

Als Zeitungsleser kommt Rudolf Gilk immer wieder mal ins Bild und kommentiert mit Kopfschütteln und Augenzwinkern was es doch so an News gibt auf dieser Welt. Eine Nachricht schaut er sich besonders genau an, nämlich die, dass nun schon bald die Pakete per Drohne ins Haus kommen. Er malt sich dabei aus wie so was wohl in der Praxis aussehen könnte. 

Alles in allem eine recht bunter, unterhaltsamer Rückblick, den es in dieser Form noch nicht gegeben haben dürfte. Zur Vorführung am 29. Dezember um 11 Uhr im Olympia-Filmtheater ist der Filmemacher Rudolf Gilk natürlich da und wird die Zuschauer begrüßen, die bei freiem Eintritt „hoffentlich das Spenden für Sternstunden nicht vergessen“.

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