Souveräner Handballauftritt

Mit einer vor allem in der ersten Halbzeit herausragenden Leistung haben die Handballer des TSV Landsberg beim TSV Mil­berts­hofen einen souveränen 34:28-Auswärtssieg ein­ge­fahren. Zuletzt hatten sich die Gastgeber als sehr heimstark gezeigt und zu Hause gegen Kissing und Niederraunau gewonnen. Milbertshofen musste unbedingt gewinnen, um sich die Chancen auf den Klassen­erhalt in der Landesliga-Süd zu wahren. Aber gegen die überlegen auftretenden Landsberger hatten sie von Beginn an keine Chance.

Die Deckung der Lechstädter zeigte sich gegenüber dem Kissing-Spiel wesentlich verbessert, ging aufmerksam und entschlossen zu Werke, die Torleute waren auf dem Posten. So dauerte es 14 Minuten bis den Milbertshofenern der erste Treffer gelang, Landsberg hatte bis dahin aber schon neun Tore erzielt. Es war klar, so konnte das nicht so einfach weitergehen, aber eine echte Chance, den Abstand zu verkürzen hatten die Gastgeber nie. Die Landsberger Abwehr war ein kaum zu überwindendes Bollwerk und im Angriff trafen die Gäste mit schönen Aktionen regelmäßig. Immer wieder konnten die Außen erfolgreich in Szene gesetzt werden. So war der Pausenstand von 17:6 mehr als verdient. In der zweiten Hälfte ging es zunächst so weiter (22:12/41.), dann ließen es die Landsberger doch etwas lockerer angehen. Jetzt fehlte in der Deckung wieder die letzte Konsequenz und im Angriff wurde zu unüberlegt abgeschlossen. Milbertshofen nutzte die sich bietenden Chancen, um sich etwas heran zuarbeiten. 23:16 stand es in der 49. Spielminute. Aber wirklich in Gefahr gerieten die Landsberger nicht, zogen wieder etwas an und bauten den Vorsprung auf zehn Tore aus (31:21/.52.). In den letzten Minuten wurde es dann noch etwas turbulent. Landsberg kassierte in schneller Folge fünf durchaus berechtigte Strafzeiten. Da agierte die Abwehr etwas unglücklich und man stand eigentlich nur noch in Unterzahl, teilweise doppelter Unterzahl auf dem Feld. Das und die fälligen Siebenmeter nutzen die Gastgeber für sich. Die Landsberger ließen sich nicht erschrecken, sondern erzielten in dieser Situation die Treffer zum 34:28-Endstand. „Die erste Halbzeit war das Beste, das ich von dieser Mannschaft bisher gesehen habe; insbesondere die Abwehr und die Torleute waren stark. Milbertshofen ist ja nicht irgendwer und für die ging es heute um alles“, war der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel sehr zufrieden. „Vielleicht habe ich in der Pause zu sehr gelobt, aber soweit, dass wir so ein Niveau auch mal konsequent über das ganze Spiel durchhalten sind wir wohl noch nicht.“ Nachdem direkte Konkurrenten Punkte abgegeben haben ist das Duell um den zur Relegation berechtigenden zweiten Tabellenplatz wieder völlig offen. Der TSV Landsberg liegt punktgleich mit dem Zweiten auf Platz vier, da ist jetzt jede der noch kommenden vier Partien fast ein Endspiel. Demnach gilt es gegen den direkten Konkurrenten aus Kirchheim nach der Osterpause, am 14. April, um 17 Uhr im Sportzentrum die Oberhand zu behalten. Für den TSV Landsberg erfolg­reich: Andreas Meßner, Roger Stark (1), Severin Bartl, Christian Eisen, Jörg Friedrich (3), Oliver Götsch (7/4), Marco Müller, Tomas Schwirkmann (6), Mathias Schubert (3), Roberto Schwirkmann (6), Roman Müller (2), Andi Lerch (5), Sandor Schmid, Robert Zagar (1).

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