Notfalls ins Hotel

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In den Bau von „Einfachstwohnungen“ für Obdachlose will die Stadt am Standort „Jahn-Baracken“ in den nächsten beiden Jahren 2,5 Millionen Euro investieren.

Landsberg – „Kommt die Erhöhung der Kreisumlage, tötet uns das den Sozialen Wohnungsbau“, fürchtet Stadtratsmitglied Felix Bredschneijder (SPD). Das Thema ist nicht nur bei den Sozialdemokraten im Fokus, sondern auch bei den Grünen Gegenstand mehrerer Anträge. Idealvorstellung einiger Räte, auch aus anderen Fraktionen: Stadt und Landkreis sollten jetzt Sozialwohnungen für Flüchtlinge und Asylbewerber bauen und sie später an sozial schwächere Bürger vermieten.

Georg Krackhardt (UBV) hat angesichts der aktuellen Entwicklungen allerdings seine Zweifel, ob dazu noch die Zeit ist. „Die Konkurrenzsituation zwischen Landsbergern, die eine solche Wohnung brauchen und Asylsuchenden lässt sich doch überhaupt nicht mehr verhindern, bestenfalls noch lindern“.

OB Mathias Neuner (CSU) sprach jetzt in der Stadtratssitzung Klartext: „Wir haben im Moment 200 Landsberger auf der Warteliste. Wenn ich von 200.000 Euro pro Wohnung ausgehe, bräuchten wir alleine dafür 40 Millionen Euro, das ist schlicht nicht machbar.“ Er plädierte stattdessen dafür, dass sich die Stadt angesichts der aktuellen Finanzlage „eher wieder auf ihre Pflichtaufgaben konzentriert und das ist unter anderem die Unterbringung von Obdachlosen“.

Deshalb sind für die beiden kommenden Jahre auch insgesamt 2,5 Millionen Euro für die Errichtung von entsprechenden „Einfachstwohnungen“ (Neuner) auf dem Gelände der jetzigen „Jahn-Baracken“ eingeplant. Daran werde kein Weg vorbeiführen, so das Stadt­oberhaupt. „Jeder anerkannte Flüchtling ist ein Obdachloser und der Erste hat in der vergangenen Woche schon seinen Anspruch bei mir geltend gemacht.“ Dem Mann sei der Familiennachzug genehmigt worden, die Stadt müsse diese Personen jetzt unterbringen. „Dazu sind wir verpflichtet, wenn wir nichts frei haben, müssen wir notfalls Hotelzimmer anmieten“, so Neuner im Pressegespräch.

frk

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