Sozialwohnungen sind nicht drin

An diesem Spielplatz Ecke Von-Eichendorff-Straße/Neudießen hätten Gemeindewohnungen entstehen sollen – nun kann der Spielplatz bleiben. Die Mitglieder des Finanzausschusses strichen die Investition komplett aus dem Haushaltsansatz. Foto: Robert

Die geplanten Sozialwohnungen in Neudießen wird es doch nicht geben. Mit einem raschen Bleistiftstrich entfernte Dießens Kämmerer Max Steigenberger vergangene Woche auf der zweiten Haushaltssitzung den Betrag von 1,8 Millionen Euro. Durch den Verzicht auf diese Investition, die auch keinen Platz im Finanzplan der nächsten vier Jahre erhält, schrammt die Marktgemeinde heuer knapp an einer Neuverschuldung vorbei. Allerdings muss sie mit 3,4 Millionen Euro einen Großteil der Rücklagen angreifen.

In nichtöffentlicher Sitzung war im Herbst das Vorhaben in Neudießen nochmals diskutiert und schließlich ad acta gelegt worden, erläuterte auf Nachfrage Geschäftsstellenleiter Erich Neugebauer. Ursprünglich sollten auf einem 2000 Quadratmeter großen gemeindeeigenen Grundstück an der Von-Eichendorff-Straße/Ecke Neudießen 14 Wohneinheiten entstehen. Die Gesamtbaukosten waren von einem Architekturbüro auf 2,1 Millionen Euro veranschlagt worden. Ebenso kontrovers diskutiert worden war die Zukunft der Gemeindewohnungen in der Prälatenstraße; man hatte bereits einen Verkauf abgewägt. Diese sechs Wohnungen sollen nun stattdessen möglichst rasch saniert werden. 400000 Euro sind dafür eingestellt. Laut Neugebauer sind bis auf eine Partei bereits alle Mieter anderweitig unterge­bracht. Auf Vorschlag Hanni Baurs (SPD) wird geprüft, ob im Dachgeschoss der beiden Häuser zwei zusätzliche Wohnungen eingerichtet werden können. So groß wie erwartet, fiel das Streichkonzert der Finanzausschuss-Mitglieder beim Vermögenshaushalt nicht aus. Zwar können beispielsweise rund 200000 Euro für die weitere Hochwasserfreilegung im Ortsteil St. Georgen geschoben werden, da ein neues Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht werden musste. Doch dieser Betrag hebt sich mit kleineren, zusätzlich nötigen Investitionen auf. Brücke und Straße? Unverzichtbar ist die Sanierung der Brücke in der Mühlstraße. Wie die Bilder des Gutachters zeigen, sind die Eisen­- armierungen bereits stark ange­griffen, in der Fahrbahn, die über den Mühlbach führt, sind große Risse entstanden. Geht man das Projekt nicht bald an, müsse der Bereich beim Maibaum zur Sicherheit für Fahrzeuge über 25 Tonnen gesperrt werden, so die Empfehlung des Gutachters. Die Gemeinde will nun prüfen, ob man die Brückensanierung mit der Neugestaltung der Mühlstraße zusammenlegen und diese damit vorziehen kann. Baur: „Das wäre ein Gewinn für Dießen.”

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