Zu spät aufs Eis und verloren

Seit Donnerstag steht es fest – Franz-Xaver Ibelherr ist als Trainer beim EV Landsberg 2000 auf Abschiedstour. Geschenke bekam er von seiner Mannschaft (noch) keine. Am Wochenende setzte es gegen Rostock und Halle jeweils 3:6-Schlappen. Kurios dabei: Die Niederlage zuhause gegen Rostock nahm ihren Lauf, als die Landsberger im zweiten Drittel zu spät aufs Eis kamen.

Das Spiel gegen die Piranhas startete für den EVL mit einem Schreckmoment. 76 Sekunden waren vorbei, da stand Kyle Piwowarczyk nach einem Fehlpass von Markus Rohde völlig frei vor Peter Holmgren. Der Kanadier traf bei seinem Schuss aber nur den rechten Pfosten. In Führung gingen aber die Landsberger. Quasi im Gegenzug nahm Clayton Barthel in Überzahl ein Zuspiel von Alex White direkt und traf ins rechte untere Eck zum 1:0 in der 3. Minute – sein 15. Saisontor bereits. Danach die Hausherren die bessere Mannschaft. Die beste Chance auf das 2:0 hatte Paul Caponigri, der bei seinem Alleingang aber an Rostocks Torwart Christian Krüger scheiterte (in der 16. Minute). Kuriose Strafe Der zweite Abschnitt begann mit einer kuriosen Situation. Die Landsberger kamen zu spät aus der Kabine, kassierten prompt eine Zwei-Minuten-Strafe und in Unterzahl dann auch noch den Ausgleich. Nach einem Pass von Stefan Gottwald war Kevin Richardson auf der linken Seite völlig frei, steuerte auf das EVL-Tor zu und düpierte Goalie Peter Holmgren zum 1:1 in der 22. Minute. Zwölf Sekunden später hatten die Piranhas das Spiel dann komplett gedreht. Nach einem kapitalen Fehler in der eigenen Zone kam plötzlich Karol Baetanus an die Scheibe. Der REC-Stürmer ließ sich die Chance nicht entgehen und schlenzte die Scheibe links unten zum 1:2 ins Netz. Es war aber ein Weckruf für die Gastgeber. Schmelcher, Huhn und White hatten im Anschluss freistehend dicke Gelegenheiten zum neuerlichen Ausgleich. Christian Krüger, im Kasten der Rostocker, versalzte ihnen mit seinen Paraden aber gehörig die Suppe. Stattdessen präsentierten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern eiskalt. In eigener Unterzahl luchsten sie den Landsbergern in der eigenen Zone den Puck ab und Viatcheslav Koubenski bedankte sich mit einem Schuss am rechten Pfosten ins lange Eck zum 1:3 in der 35. Minute. Die endgültige Entscheidung besorgte dann Stefan Gottwald kurz vor Drittelschluss im Nachstochern zum 1:4 in der 40. Minute. Die Partie war gelaufen, zumal Piwowarczyk nach einer feinen Einzelleistung auch noch das 1:5 in der 45. Minute schaffte. Zwar kamen die Landsberger durch Rau (in der 54. Minute) und Daniel Nörenberg (in der 56. Minute) noch einmal auf 3:5 heran. Karol Baetanus besorgte aber für die Gäste zwei Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt zum 3:6. Nicht viel besser lief das Spiel am Sonntag in Halle. Gleich nach 44 Sekunden gingen die Saale Bulls durch Mika Jäske in Führung. Thorsten Rau schaffte aber postwenden den Ausgleich – wenn auch mit viel Glück. Seinen Pass aus einem unmöglichen Winkel schob sich Halle-Goalie Norbert Pascha zum 1:1 in der 3. Minute selbst ins Gehäuse. Anschließend hatten die Landsberger große Chancen, selbst in Führung zu gehen. Jordie Preston mit einem Alleingang und Markus Rohde bei einem Konter machten aber zu wenig daraus. Stattdessen brachten Benjamin Thiede mit einem Direktschuss (in der 15. Minute) und Artur Gross (in der 17. Minute) im Nachstochern die Haus- herren mit 3:1 in Führung. Aufholjagd zum 3:3 Der EVL war aber noch nicht geschlagen, kämpfte zurück. Kurz vor der zweiten Drittelpause schafften Thorsten Rau (in der 39. Minute) und Sebastian Wolsch (in der 40. Minute) innerhalb von 51 Sekunden den 3:3-Ausgleich. Kurz zuvor hätte aber schon Noah Katz treffen müssen. Der Landsberger Stürmer setzte aber einen Penalty neben den Saale Bulls-Kasten. Neun Minuten lang durften die Lechstädter dann von einem Punktgewinn träumen, bis Halle dann nach exakt 49 Minuten das dritte Mal in Führung ging. Mika Jäske fälschte einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar zum 4:3 ab. Wenig später ließ sich Daniel Nörenberg zu einem Stockstich hinreißen und wurde von Schiedsrichter Gerhard Maier vorzeitig zum Duschen geschickt. In Überzahl machte Alexander Rusch dann mit dem 5:3 in der 52. Minute alles klar. Eine Sekunde vor dem Ende besorgte Artur Gross für den 6:3-Endstand ins leere Tor. Platz 6 in Gefahr Mit den zwei Niederlagen vom Wochenende ist das Saisonziel – Platz 6 – wieder in weite Ferne gerückt, zumal für den EVL am Freitag und Sonntag zwei schwere Partien anstehen. Zunächst muss die Mannschaft bei den Blue Lions Leipzig antreten – knapp 48 Stunden später ist der Herner EV am Hungerbachweg zu Gast.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus

Kommentare