Spannend bis zum Schlusspfiff

Setzte in der 25. Minute mit seinem Lattenknaller eine erste Durftmarke für den TSV Landsberg: Muriz Salemovic (am Ball). Foto: Krivec

Knapp war’s, aber Ende hat’s doch noch gereicht und weitere drei Zähler sind auf der Guthabenseite: Mit 2:1 Toren behielt der TSV Landsberg in Mindelheim letztlich verdient die Oberhand und steht nun an der Tabellenspitze der Landesliga Südwest.

Nach knapp drei Jahren standen sich beide Teams erstmals wieder gegenüber. Dem entsprechend versprach Mindelheims Trainer Deli die Partie offensiv anzugehen und ein Ausrufezeichen in der Liga zu setzen – aber das Spiel gestaltete sich ganz anders. Zunächst standen in der ersten Halbzeit beide Defensivabteilungen sehr sicher. Wobei die Landsberger immer wieder durch Standards zu ihren gefährlichsten Szenen kamen. So knallte etwa ein Freistoß von Muriz Salemovic in der 25. Minute gegen die Latte des Mindelheimer Gehäuses. Gerade mal drei Minuten später setzte Sebastian Nuscheler den nächsten Freistoß knapp über das Kreuzeck, wobei sich der Mittelfeldspieler in dieser Situation eine Schädelprellung zuzog und ausgewechselt werden musste. Kurz darauf verletzte sich auch noch Alexander Buschel – es kam zu einem Doppelwechsel. Für Nuscheler kam Baris Ayoglu und für Buschel Arek Wochnik. Wer nun dachte, dass Landsberg deshalb verunsichert sei wurde eines besseren belehrt. Mit 0:0 ging’s in die Halbzeit. Nach der Pause war der TSV Landsberg dann klar das bessere Team. In der 53. Minute springt Ayoglu nach der von Salemovic geschlagenen Ecke am höchsten und köpft sehenswert ein: 1:0. In der 62. Minute fast die gleiche Situation: Ecke Salemovic auf den am langen Eck lauernden Sven Kresin und der schlenzt das Runde gekonnt über Keeper Ploß zum 2:0 ins Eckige. In Bedrängnis Bis zu diesem Zeitpunkt war von den Mindelheimern nicht viel zu sehen, aber durch einen Abwehrfehler kamen die Gastgeber in der 68. Minute doch noch zum 2:1-Anschlusstreffer durch Neuberger. So bekamen die Mindelheimer ein bisschen Oberwasser und erarbeiteten sich gelegentliche Chancen. Allerdings: Hätten die Landsberger ihre Konter ordentlich aus­- gespielt, wären sie nicht derart in Bedrängnis gekommen. So aber mussten sie bis zuletzt höllisch Acht geben, um nicht noch den Ausgleich zu kassieren. Die Möglichkeit dazu hatte Phillip Siegwart vier Minuten vor Ende, aber die Landsberger Deckung inklusive TSV-Keeper Markus Obermayer standen buchstäblich „wie ein Fels in der Brandung“. Coach Sven Kresin war insgesamt zufrieden: „Wir haben die Siegwarts gut aus dem Spiel genommen und unsere Standards optimal genutzt. Das spricht für die Effektivität meiner Mannschaft.“ Seine Jungs hätten sehr diszipliniert und leidenschaftlich Fußball gespielt, das zeuge von echtem Charakter. Auf diesen Lorbeeren ausruhen ist allerdings nicht drin, am Samstag (15 Uhr) ist der FC Gerolfing im Hacker Pschorr-Park zu Gast. „Und die haben genauso spielerische Klasse wie Mindelheim“, weiß Kresin, „die haben immer einen guten Fußball gespielt, aber ihre Torchancen nicht genutzt.“

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Aufbruch in die Romantik
Aufbruch in die Romantik

Kommentare