Solides Sparkassen-Wachstum

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Zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr: die Sparkassen-Vorstände Thomas Krautwald, Hans-Peter Träger und Roland Böck (von links).

Landsberg – Die Sparkasse Landsberg-Dießen blickt zufrieden auf das Jahr 2014 zurück. Man habe im Kundengeschäft ein solides Wachstum erzielt und die Bilanzsumme um 3,2 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro steigern können, berichteten die Direktoren Thomas Krautwald, Hans-Peter Träger und Roland Böck im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz.

Damit sei man stärker gewachsen als die Sparkassen im bayerischen Durchschnitt (plus 2,4 Prozent) und habe gleichzeitig die Kosten im Verhältnis leicht senken können. Doch wie alle kleineren Banken leide auch die Sparkasse Landsberg-Dießen unter einer ausufernden Bürokratie und ständig steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

„Wir ächzen unter diesen Dingen“, so Krautwald, „sie bringen kleine Banken an den Rand dessen, was sie leisten können.“ Allein die Dokumentationspflichten erforderten immer mehr Zeit und personelle Kapazitäten. In den nächsten Jahren werde vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase der Kosten- und Ergebnisdruck voraussichtlich weiter steigen. Daher werde das Eigenkapital ständig erhöht, bereits jetzt erfülle die Sparkasse die Anforderungen von Basel III, die erst 2019 in Kraft treten.

Die leicht gestiegenen Kundeneinlagen (plus 0,7 Prozent) seien ein Beweis dafür, dass die Sparkasse Vertrauen genieße. „Sicherheit ist den Kunden wichtiger als der Zinssatz“, so Träger. Rund 90 Prozent der Einlagen seien in Form von Krediten wieder in der Region angelegt worden.

Mit Hilfe eines neuen Vertriebskonzepts setzt die Sparkasse auf eine intensivere, ganz- heitliche Finanzberatung und größere Kundennähe. Um mehr Freiraum für Beratungen zu schaffen, ohne Standorte aufzugeben, wurden die Geschäftsstellen in Egling, Issing und Finning umgebaut und umstrukturiert. Im laufenden Jahr sind Weil, Obermeitingen, Windach und die Niederlassung in der Albert-Schweitzer-Straße in Kaufering an der Reihe. Teilweise betreut ein Mitarbeiter-Team zwei Filialen, die jeweils vormittags oder nachmittags geöffnet sind. „Terminvereinbarungen sind aber auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich“, betont Krautwald. Kundenbeschwerden über die Umstellung habe es „nahezu keine“ gegeben.

Langfristige Beziehungen wünscht sich die Sparkasse nicht nur zu ihren Kunden, sondern auch zu den Mitarbeitern. „Zur Zufriedenheit unserer Kunden trägt auch bei, dass sie ihren Berater zum Teil schon viel Jahre kennen“, weiß Krautwald. Deshalb bemühe man sich um eine intensive Betreuung und professionelle Begleitung der Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg und ermögliche ihnen dabei auch die Teilnahme an Fortbildungen und Seminaren zu Fachthemen.

Derzeit hat die Sparkasse Landsberg-Dießen 409 Beschäftigte, 237 von ihnen sind bereits zehn Jahre oder länger im Haus.

Ulrike Osman

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