Caritas baut neues Pflegeheim

"Neues schaffen, Altes bewahren"

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Packten kräftig an beim Spatenstich für das neue „Caritas Seniorenzentrum Heilig-Geist-Spital“ im ehemaligen Jesuitengarten (von links): Domkapitular und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg, Geschäftsführerin der CAB Brigitta Hofmann, Oberbürgermeister Mathias Neuner und Architekt Christian Taufenbach.

Landsberg – „Jetzt geht’s los“, hat die Geschäftsführerin der „CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH“, Brigitta Hofmann, den feier- lichen ersten Spatenstich für das neue „Seniorenzentrum Heilig-Geist-Spital“ eröffnet. Damit fiel am Freitag der Startschuss für die Neubaumaßnahme im ehemaligen Jesuitengarten. Das neue Gebäude soll insgesamt 117 Senioren auf drei Etagen Platz bieten und bis 2016 fertiggestellt werden.

Da das bestehende Gebäude des Heilig-Geist-Spitals die gesetzlichen Anforderungen an eine stationäre Pflegeeinrichtung nicht mehr erfüllt, musste eine Lösung her. So hatte die Stadt Landsberg sich zu diesem Schritt entschieden. Schließlich war man übereingekommen, sich professionelle Hilfe zu suchen, erinnerte Oberbürgermeister Mathias Neuner.

Die Wahl fiel dabei auf den „schlagkräftigen Partner“ Caritas. Ziel sei es laut Neuner gewesen, „Neues zu schaffen, um Altes zu bewahren“. Denn das alte Gebäude soll weiterhin genutzt werden. Damit aber alles mit rechten Dingen zugeht und er keinen „Schwarzbau auf den Weg bringt“, hatte das Stadtoberhaupt rechtzeitig zum Spatenstich noch die Baugenehmigung als „Geschenk“ für Domkapitular und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg, der den Bauherrn vertritt, mitgebracht.

Damit steht dem Neubau nun nichts mehr im Wege. Entstehen werden neben dem bestehenden Gebäude jetzt 117 Be- wohnerplätze auf drei Wohnebenen. Vorgesehen sind dort 99 Einzel- und neun Doppelzimmer. „Alle Zimmer verfügen über ein Bad sowie über einen Telefon- und Fernsehanschluss“, so Pressesprecherin und Pflegebereichsleiterin Michaela Weber. Im Erdgeschoss soll außerdem eine Cafeteria eingerichtet werden als „Treffpunkt“ für die Bewohner und deren Familienangehörigen. „Kurze Gänge, helle Räume und Wege, die jeweils in die Wohn- und Essbereiche münden, prägen sich ein und ermutigen die Bewohner ihr Zimmer zu verlassen und an der Gemeinschaft teilzunehmen“, so die Pflegebereichsleiterin.

Auch eine Kapelle für Gottesdienste und Andachten wird in dem neuen Gebäude enthalten sein. „In der hauseigenen Küche wird täglich frisch seniorengerechte, an der bayerischen Region ausgerichtete, Kost zubereitet und auf den Wohngruppen serviert“, so Weber. Insgesamt ist eine Summe von 13,3 Millionen Euro für den Neubau eingeplant.

Domkapitular Dr. Andreas Magg zeigte sich während der Feierlichkeiten erfreut, ein „gutes Angebot“ für die älteren Menschen in Landsberg schaffen zu können – „an einem der schönsten Plätze der Stadt“. Und OB Neuner freute sich vor allem darüber, dass alle städtischen Mitarbeiter übernommen werden können. Auch die betagten Bewohner des alten Hauses „dürfen sich ein schönes Plätzchen“ im Neubau aussuchen, versprach der Oberbür­- germeister.

Ein Lob an die Stadt sprach Architekt Christian Taufenbach aus: Es sei toll, den alten Menschen einen so „herausragenden Ort“ zu gönnen. Gleichzeitig verwies er aber auch darauf, dass die Arbeit jetzt erst los geht und dass da ein ganzes Stück Arbeit vor allen Beteiligten liegt. Denn so einfach wie bei dem symbolischen Spatenstich mit lockerer Erde werde man es beim tatsächlichen Bau nicht haben, meint Taufenbach: „Bei diesem Lehmboden hier kommt man mit dem Spaten nicht sehr weit.“ Trotzdem machten Brigitta Hofmann, Dr. Andreas Magg, Mathias Neuner und Christian Taufenbach sich motiviert mit Helm und Spaten ans Werk.

Astrid Erhard

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