Landtagswahl 2018

Winklmeier startet durch

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Christian Winklmeier (links) will als Nachfolger von MdL Herbert Kränzlein als SPD-Stimmkreiskandidat in den Landtagswahlkampf im kommenden Jahr ziehen.

Landsberg – Generationswechsel bei der SPD: Herbert Kränzlein, Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West, stellt sich im kommenden Jahr nicht erneut zur Wahl. Nachfolgen wird ihm wohl der 26-jährige Christian Winklmeier aus Gilching, ehemaliger SPD-Direktkandidat bei der Bundestagswahl.

Sein „Masterplan“ sei es nicht gewesen, so kurz nach dem sehr intensiven Wahlkampf erneut anzutreten, sagte Winklmeier beim Pressegespräch im Café Käthe in Landsberg. Doch von Kränzlein darauf angesprochen, geriet er ins Grübeln. „Ich habe mir in aller Ruhe Gedanken gemacht, ob es der SPD etwas bringt, wenn ich kandidiere“, so der Volkswirt, der momentan an der Universität Augsburg sein Masterstudium absolviert. „Und meine Freundin hatte auch ein Veto-Recht.“ Die Entscheidung fiel positiv aus – auch deshalb, weil Winklmeier mit seinem Bundestags-Wahlergebnis (16,7 Prozent im Wahlkreis Starnberg - Landsberg) zufrieden war, selbst wenn es nicht für ein Mandat gereicht hat.

Derzeit stellt sich der 26-Jährige bei den Stimmkreis-Delegierten vor, die am 20. Dezember in Hofstetten bei der Aufstellungsversammlung das letzte Wort haben. Eine Kampfabstimmung zeichnet sich nicht ab – von weiteren Bewerbern ist Winklmeier bis dato nichts bekannt. Die Themen, die dem Gilchinger vor allem am Herzen liegen, sind sozialer Wohnungsbau, Integration von Migranten und Strukturpolitik.

Winklmeier befürwortet die Gründung einer staatlichen Wohnungsbau-Gesellschaft und fordert die Stärkung der Kommunen im Kampf gegen Grundstücksspekulationen. Er will sich dafür einsetzen, dass abgelehnte Asylbewerber, die aus humanitären Gründen nicht abgeschoben werden können, eine Arbeitserlaubnis bekommen. „Der Freistaat hat für Integration zu sorgen, und Arbeit ist die Grundlage für Integration.“ Die Strukturpolitik im Freistaat sieht er unter Heimatminister Markus Söder auf einem kompletten Irrweg. Die Lockerung des Anbindegebots von Gewerbegebieten führe „in die falsche Richtung“. Die Entscheidung, wer sich wo niederlässt, könne man nicht allein den Unternehmen und dem Markt überlassen.

Der scheidende Ab­geordnete Herbert Kränzlein nennt als Grund für seinen Rückzug vor allem sein Alter. Er feiert im Mai seinen 68. Geburtstag. Im Hinblick auf das schlechte Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl müsse die Partei verjüngt werden. Für die Landtagswahl wünscht sich der ehemalige Puchheimer Bürgermeister ein Ergebnis von über 20 Prozent für die SPD. „Ohne uns soll es nicht gehen.“ 

Ulrike Osman

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