Specki T.D. ist ein "In Extremo"

Seit dem Festival „Rock im Park“ in Nürnberg ist es offiziell: Schlagzeuger „Specki T.D.“ aus Landsberg wird ab sofort für die international bekannte Rockband „In Extremo“ an den Drums sitzen. Was das für seine Musik und sein Leben bedeutet, erzählte er dem KREISBOTEN.

„Das ist der größte Sprung, den ich bisher gemacht habe, eine einmalige Chance“, erklärt Specki T.D. War er mit der Dresdener Band „Letzte Instanz“, bei der er acht Jahre gespielt hatte, und mit diversen anderen Projekten schon sehr erfolgreich, bewegt er sich ab sofort in ganz anderen Dimensionen. Schließlich ist „In Extremo“ aus Berlin eine der erfolgreichsten deutschen Bands, die auch weltweit großen Erfolg hat. Ihr letztes Album „Sängerkrieg“ landete auf Platz 1 der Album­charts und verdrängte Madonna von der Spitze; schon vorher fanden sich INEX-Alben in den Top 5 und errangen Gold. Ihre Tourneen führen die Band­mitglieder von „In Extremo“ durch ganz Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Die Musik besteht vorwiegend aus Eigenkompositionen mit historischen Texten auf deutsch, gälisch, latein und einer Mischung aus kernigem Rock mit historischen Instrumenten wie Drehleier, Dudelsack und Klangbaum. „Allein die Probensituation ist gigantisch, die Band arbeitet im selben Probentrakt wie Rammstein am Prenzlauer Berg, wo gleich mehrere Studios und verschiedene Aufnahmeräume zur Verfügung stehen“, begeistert sich Specki T.D., der zwischen Landsberg und Berlin pendeln wird. Denn seine Wohnung in der Lechstadt will er nicht aufgeben: „Hier kann ich besser relaxen als in der Großstadt.“ Weltweit 120 Konzerte Dennoch wird das Leben künftig etwas entspannter für den 31-Jährigen. „Ich muss mich nicht mehr selbst um den Bürokram kümmern und habe mehr Zeit, um an meiner Drum-Technik und an meinem eigenen Stil zu arbeiten, da ich nicht mehr auf so viele verschiedene musikalische Projekte angewiesen bin.“ Leider muss er seine Tätigkeit als Schlagzeuglehrer aufgeben, und er bedauert sehr, dass auch seine Zusammenarbeit mit Geigerin Anna Katharina von Schandmaul zeitlich nicht mehr möglich sein wird, denn schon im nächsten Jahr stehen weltweit rund 120 Konzerte mit „In Extremo“ auf dem Terminplan. Nur einige wenige Projekte, etwa „Power Percussion“, will Specki T.D. als musika­lischen Ausgleich beibehalten. Wie kam es zum Wechsel? Die „Letzte Instanz“ und „In Extremo“ haben sich schon oft auf Festivals getroffen, auf denen beide Bands aufgetreten sind. Man kennt sich. Im Dezember kam eine erste Anfrage, ob er bei einer Tour für den erkrankten Schlagzeuger einspringen könne. Specki T.D. dieses Angebot aber aus terminlichen Gründen ablehnen. „Im April bin ich dann zu einem Vorspieltermin nach Berlin geflogen und es hat auf Anhieb gepasst. Wir haben an den beiden Tagen nur kurz zusammen gespielt, da sie mich ja schon öfter gehört hatten und wir uns in dieser Zeit vor allem mensch­lich besser kennen lernen wollten.“ Das erste Konzert, bei dem Specki T.D. offiziell als neues Bandmitglied vorgestellt wurde, spielte er vor 70000 Fans bei Rock im Park in Nürnberg. Wieder Gold? „Die Musik von In Extremo ist sehr spannend. Durch die Kombination der Instrumente aus verschiedenen Epochen sind die musikalischen Möglichkeiten fast unbegrenzt. Man kann sich richtig austoben. Außerdem mag ich die Geradlinigkeit des Grooves und Direktheit der Texte“, sagt Specki T.D.. „Zudem ist es eine tolle Perspektive, an einem neuen Album mitzuarbeiten, das wieder Gold be­- kommen könnte.“ Ein weiteres Highlight steht Specki T.D. schon am 24. und 25. Juli bevor, wenn „In Extremo“ zwei Tage lang mit einem eigenen großen Festival in Erfurt ihr 15-jähriges Band-Jubi­läum feiert. Nach einigen weiteren Sommer-Open-Airs geht es im Herbst ins Studio, um das neue Album aufzunehmen, welches im Frühjahr 2011 auf den Markt kommen wird. Danach beginnt gleich die Tour. „Das wird viel harte Arbeit, auf die ich mich aber schon jetzt richtig freue“, strahlt der Landsberger Ausnahme-Drummer.

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