Spektakulär und sympathisch – die Basketballer

Eine Woche vor Saisonbeginn war der Kader der Heimerer Schulen Basket Landsberg (HSB) noch immer nicht vollständig, doch pünktlich zum ersten Spiel stand das Team. Einer erfolgreichen Saison in der Regionalliga Südost stand nichts mehr im Wege. Und verlief besser, als man sich insgeheim erhofft hatte: Platz 4 belegten die Lechstädter am Ende, wobei gerade mal zwei Zähler zum Vize hinter Würzburg fehlten.

Die Last-Minute-Verpflichtungen von Dre Thornton und Jason Boucher erwiesen sich als Volltreffer: Zum Saisonauftakt konnten die beiden US-Amerikaner den 700 Zuschauern im Sportzentrum ordentlich einheizen. Den 98:87-Sieg ge- gen die Dachau Spurs musste das Team von Trainer Kharchenkov allerdings am „grünen Tischen“ aufgrund eines Meldefehlers wieder abgeben. Dem Sieg gegen Ansbach folgten zwei Niederlagen gegen die Top-Teams Leipzig und Zwickau. „Wir haben zu oft die falsche Entscheidung getroffen“, lautete die Analyse von Manager Jürgen Fleßner. Zu diesem Zeitpunkt belegten die Lechstädter nur den zehnten Platz in der RLSO. Gegen Baunach musste ein Sieg her, welcher dann auch mit 94:73 souverän auf dem HSB-Konto verbucht wurde. Dieser Sieg sollte den Landsberger Korbjägern Rückenwind für das folgende Lokalderby gegen Leitershofen geben. Die HSB-Fans mussten hier aber eine Niederlage (88:95) ihres Team hinnehmen. Dennoch: Die Mannschaft entwickelte sich, wurde mit der Zeit besser. Gegen Weiden, die mit dem „frischen“ US-Import Hepker an den Lech gekommen sind, konnten die HSB die Fans mit einem 118:99-Sieg wieder versöhnen. Dann stand das wohl schwierigste Auswärtsspiel der Saison an. Zu Gast bei den Würzburg Baskets mussten sich die HSB auch noch gegen über 2500 Zuschauer durchsetzen. „Viele Zuschauer holen das Beste aus mir raus“ freute sich HSB-Star Boucher auf die Partie. Nach einer Halbzeit auf Augenhöhe hatten die Landsberger der ausgeglichenen Heimmannschaft allerdings nichts mehr entgegenzusetzen. Jetzt spielten sich die DJKler in einen wahren Rausch. Ein Sieg nach dem anderen verbuchten die Landsberger, auch durch die Verstärkung von Fabi Kirchhoff. Ob Baunach, Gotha oder Ansbach, kein Team konnte die mittlerweile gut eingespielten HSB stoppen. Als Stärke erwies sich vor allem das ausgeglichene Scoring. Boucher, Thornton, Apelt, Pejchar und Kirchhoff punktete meist zweistellig punkten. Nach sechs Siegen in Folge rückte der zweite Platz in greifbare Nähe. Dazu hätten die Lechstädter allerdings einen Sieg in Leipzig be-nötigt. Diese Mission ist leider fehlgeschlagen Gegen Zwickau, ebenfalls vor den HSB platziert, sind die Landsberger nach einer dramatischen Partie aber schon wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt (93:90) Einem 120:78-Pflichtsieg folgte erneut das Derby gegen Leitershofen. In der eigenen Halle klappte es mit der Revanche und spätestens jetzt gehörten die HSB zu den Top-Teams. Die Verantwortlichen und Fans der Landsberger waren absolut zufrieden mit der bisherigen Leistung der HSB.Nun war es an der Zeit gegen den später ungeschlagenen Meister Würzburg die gute Form zu bestätigen, was auch gelang. In letzter Sekunde rettete sich Würzburg in die Verlängerung, in der den HSB die Kraft ausging. Trotzdem: „Das Spiel war reine Werbung für den Basketball“, freute sich Fleßner trotz der Niederlage. Die letzten vier Spiele verließ die HSB den Platz als Sieger. Großteil der Spieler bleibt Nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison. Die Gespräche mit den Spielern laufen bereits und Teammanager Fleßner ist zuversichtlich, dass ein Großteil der Mannschaft bleiben wird. Nach dieser großartigen Saison freuen sich sicherlich alle Landsberger Basketballfreunde schon jetzt auf die neue Saison.

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