Gehwegsperre in Kinsau

Mit dem Schnee steigt die Gefahr für die Fußgänger

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Gefährliches Pflaster in Kinsau: Durch den Schnee wird es bei Gegenverkehr eng – und Fußgänger müssen wegen der Gehweg-Sperrung auf die Straße.

Kinsau – Durch den Wintereinbruch hat sich die Gefahrenstelle an der Staatsstraße in Kinsau, verursacht durch eine Gehwegsperrung eines Anliegers (der KREISBOTE berichtet), weiter verschärft. Die Kinder sind durch den Schnee gezwungen, das eingefriedete Grundstück auf der Bahnhofstraße zu passieren.

„Jetzt ist genau der Fall eingetreten, den wir befürchtet haben“, sagt Bürgermeister Marco Dollinger, „durch die Schneehaufen ist die Stelle nur noch auf der Straße passierbar.“ Nach der Expertenrunde, die der Gemeinderat mit Landratsamt und Polizei organisierte, sei das Tempolimit auf 30 Stundenkilometer leider die einzige Konsequenz. „Viele Autofahrer kriegen das erst allmählich mit, dass man da nicht schneller fahren darf. Da ist viel Gewohnheit dabei.“ Seines Wissens gäbe es keinen Lotsendienst durch die Eltern.

Auf Nachfrage bei Eltern stößt man auf mittlere Verzweiflung. „Ich wollte mit meinen Kindern am Samstag zum Schlittenfahren. Ich hab mir wirklich überlegt, ob ich nicht wieder umdrehe“, sagt Marion Schlicher. Manuela Erhard muss jeden Tag an der riskanten Stelle vorbei, da die zwölfjährige Tochter die Mittelschule Fuchstal-Rott besucht. Erhard fährt die Kleine nun jeden Tag bis zur Bushaltestelle. „Mir ist das sonst zu gefährlich.“ Über die Verkehrsmoral der Autofahrer ist sie wenig begeistert: „Die wenigsten halten sich an das Tempolimit.“ Sie wüsste auch nicht, wo man in dem Bereich einen Lotsendienst hinstellen solle: „Da ist doch gar kein Platz.“ Erhard hofft, dass der Grundstücksbesitzer doch noch ein Einsehen hat.

Bürgermeister Dollinger bedauert das Ganze, sieht jedoch nur wenig Handhabe seitens der Gemeinde. „Aber die Beratungen im Gemeinderat laufen.“

Klaus Mergel

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