Spitzenplatz rückt in weite Ferne

Beim EV Landsberg 2000 ist momentan Katerstimmung angesagt. Am Wochenende gab es für die Mannschaft wieder nichts zu holen. Bei den Starbulls in Rosenheim verlor man unglücklich mit 3:2, gegen Dortmund mit 4:7. Damit brechen für das Team wieder härtere Zeiten an. Für den Dienstag beraumte der Vorstand sogar eine Krisensitzung ohne Trainer an.

Dabei sah es in Rosenheim lange Zeit gar nicht so schlecht aus. „Wir sind bestimmt sechsmal alleine auf deren Tor zugelaufen und haben dazu noch den Pfosten getroffen“, hadert Coach Marian Hurtik nach den spannenden 60 Minuten. Schon im ersten Drittel bereitete der EVL den Starbulls arge Probleme und ging nach knapp fünf Minuten in Führung. Nach einem Bullygewinn und zwei schnellen Pässen von Hoffmann und Barz stand Markus Vaitl plötzlich völlig frei. Der kleine Angreifer des EVL ließ sich die Chance nicht nehmen und besorgte das 0:1. Fabian Krull ließ die mitgereisten Fans dann sogar noch ein zweites Mal jubeln. In Überzahl zog er von außen vor den Rosenheimer Kasten und verlud Claus Dalpiaz zum 0:2 (14.). Von Rosenheim kam herzlich wenig Gegenwehr – auch zu Beginn des zweiten Abschnittes, als Alexander Thiel und Sebastian Wolsch nacheinander den Pfosten trafen. Viele Strafzeiten Ab da gab es allerdings einen kleinen Bruch im Landsberger Spiel. Stephan Gottwald war der erste Nutznieser, der in der 31. Minute zum Anschlusstreffer markierte. Danach gab es etliche Strafminuten gegen den EVL und folgerichtig auch den Ausgleich für die Starbulls. Marius Möchel fälschte kurz vor der zweiten Pause einen Schlagschuss von Christian Schönmoser unhaltbar zum 2:2 ab (39.). Am Ende stand das Spiel auf des Messers Schneide. Es gab Chancen hüben wie drüben, den entscheidenden Fehler aber machte der EVL. Gut zwei Minuten vor dem Ende waren die Verteidiger viel zu weit aufgerückt, so dass SBR-Stürmer Mitch Stephens alleine auf das Landsberger Tor zulaufen und zum 3:2 (58.) einschießen konnte. Danach gab es zwar noch die Chance für den EVL in doppelter Überzahl die Verlängerung zu erzwingen, alle Be­- mü­hungen waren am Ende aber umsonst. Schnelle Führung Nach drei Niederlagen in Folge hätte man nun meinen können, der EVL würde verunsichert in das Spiel gegen Dort­- mund gehen. Doch die Elche bekamen zumindest in der Anfangsphase das Gegenteil zu spüren. 64 Sekunden waren vorbei, da staubte Markus Vaitl einen Abpraller mit der Rückhand zum 1:0 ab. Quasi im Minutentakt brannte es anschließend vor dem Kasten der Westfalen. Vaitl und Barz brachten die freiliegende Scheibe aber nicht über die Torlinie, Daniel Nörenberg und nochmal Barz scheiterten jeweils freistehend an Dortmunds Torwart Benjamin Finkenrath. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel und nach elf Minuten zum schmeichelhaften Ausgleich. In Überzahl fuhr T.J. Sakaluk abseitsverdächtig schnell in die Zone der Landsberger, legte quer und Jake Brenk hielt nur noch den Schläger zum 1:1 hin. Jetzt taten sich die Hausherren schwer und kamen erst zu Beginn des zweiten Abschnittes wieder in Schwung. Erst traf Igor Bacek nach einem tollen Solo über die linke Seite nur den rechten Pfosten, Benjamin Barz sorgte dann doch für die Führung. Mit einem gezielten Schlenzer vom rechten Bullypunkt traf er ins rechte untere Eck zum 2:1 (25.). Dortmund konnte sich in dieser Phase bedanken, dass ihnen die Landsberger nicht noch mehr Gegentore einschenkten. Auf der anderen Seite konnte Peter Holmgren die Scheibe auf der Torlinie stoppen, nachdem er sie kurz zuvor durch die Schoner kullern ließ. In der 30. Minute war er doch geschlagen. Nach einem Bully bekamen seine Vorderleute den Puck nicht weg, Alexander Janzen traf mit einem Nachschuss zum 2:2. Das Spiel stand wieder auf der Kippe, erst recht als der EVL nach der erneuten Führung von Sebastian Wolsch (34.) zwei Minuten später durch einen „Bauerntrick“ von Jake Brenk den erneuten Ausgleich schlucken musste. Zwei Blackouts Im letzten Drittel vergeigten es die Landsberger dann endgültig. Erst konnte David Hördler einen Querpass ungestört zur erstmaligen Dortmunder Führung verwerten (42.), 42 Sekunden später konnte Jake Brenk unbedrängt durch die Abwehr der Landsberger spazieren und Peter Holmgren mit einem überlegten Rückahnd-Lupfer zum 3:5 überwinden. Benjamin Barz machte es mit seinem Treffer in der 47. Minute zwar noch einmal spannend, er und Sebastian Wolsch sorgten aber dann zum Leidwesen der gut 800 Landsberger Fans für die Entscheidung. Beide leisteten sich vor dem eigenen Tor totale Blackouts. Erst machte Vitali Stähle per Alleingang das 4:6 (48.), Ryan Martens überwand Peter Holmgren im zweiten Versuch zum 4:7-Endstand. Ziel "Platz 4" Auf der anschließenden Pres­se­konferenz zeigte sich Marian Hurtik enttäuscht von seinem Team, blickte aber im gleichen Atemzug wieder voraus. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir Platz vier schaffen können; ab Dienstag werden wir wieder anfangen dafür zu arbeiten.“ Am kommenden Freitag muss der EVL zum Derby nach Peiting, am Sonntag (18 Uhr) kommt der EV Füssen.

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