Ein Spitzenspiel für die HSB

Nach drei Pflichtsiegen in Folge beginnt nun das schwere Restprogramm für die Heimerer Schulen Basket Landsberg, das über „Top 5“ oder Mittelmaß in der Regionalliga Südost entscheiden kann. Die nächsten drei Heimspiele sind allesamt Spitzenbegegnungen: mit Zwickau, Leitershofen und Gotha gastieren dabei drei der aktuell vier bestplatzierten Mannschaften im Landsberger Sportzentrum am Hungerbachweg.

Den Anfang macht am kommenden Samstag um 19.30 Uhr der BC Energie Zwickau. Die Sachsen befinden sich derzeit punktgleich mit der HSB auf Platz 4 der Tabelle. Das Aufeinandertreffen könnte also durchaus eine Vorentscheidung im Rennen um den Platz hinter dem Spitzentrio Leitershofen, Gotha und Leipzig sein. Das Hinspiel verloren die Lechstädter unnötig mit 90:84. Obwohl man bis zum letzten Viertel eine knappe Führung behaupten konnte, gelang es den Mannen von Trainer Sascha Kharchenkov nicht, in der Schlussphase den Sack zuzumachen. Dabei bemängelte Teammanager Jürgen Fleßner vor allem die schwache Reboundarbeit. Mit Jeremiah Lawrence haben sich die HSB zur Rückrunde jedoch einen der besten Rebounder der Liga geholt. In seinen sieben Spielen für Landsberg sammelte der US-Amerikaner bisher durchschnittlich 12,3 Abpraller pro Partie. Gegen Leipzig waren es sogar 23. Und auch sonst ist Teammanager Jürgen Fleßner mit seinem Neuzugang hochzufrieden: „er hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt“, sagte er bereits vor zwei Wochen. Und auch wenn er Zwickau für einen starken, und extrem gut eingespielten Gegner hält, ist er für das Spitzenspiel „absolut optimistisch“. Nach der Faschingspause sollte die Truppe fit und gut eingestellt in die Partie gehen können – so auch Fabian Kirchhoff, der wegen seiner hartnäckigen Knieverletzung zu einer zweiwöchigen Pause gezwungen wurde. Und auch Marcus Kästner wird wieder mit von der Partie sein. Weil er nicht mit nach Breitengüßbach gefahren war, war fraglich, ob er überhaupt wieder für die HSB aufläuft. Grund für sein Fehlen war jedoch lediglich ein Kommunikationsproblem, nachdem er die Woche über in seiner Heimat Thüringen war, um Tests an der Polizeiakademie zu absolvieren. Doch erklärt Kästner auch, dass er in letzter Zeit wegen seiner geringen Einsatzzeit oft frustriert war: „Egal was ich mache – ich habe das Gefühl, dass ich nicht spielen darf – auch gegen schlechte Gegner“, meint der 21-jährige Centerspieler. Anfang der Woche möchte er darüber mit Sascha Kharchenkov sprechen. Ans Aufhören hat er jedoch nie ernsthaft gedacht: „Dafür liebe ich diesen Sport einfach viel zu sehr“, sagt er. Die Mannschaft wird also komplett sein, wenn sich im Laufe dieser Woche keiner der Spieler verletzt oder erkrankt. "Aggressiv sein!" Zwickau hingegen spielt vor allem auswärts häufig nur zu siebt, sodass Fleßner als Marschroute ausgibt, aggressiv zu spielen, um den Gegner in Foulprobleme zu bringen. Doch gerade in der kleinen Rotation liegt auch die Stärke der Mannschaft aus Sachsen: so weiß jeder Spieler genau, was der andere macht. Das Team ist homogen und eingespielt und hat in Kellen Williams zudem einen extrem starken Amerikaner. Am vergangenen Wochenende entschied er das Duell der Ligatopscorer mit Telemotive Münchens Calvin Wooten klar für sich. Williams erzielte 40 Punkte, vergab nur vier seiner 23 Feldwürfe und holte zudem 19 Rebounds. Kein Wunder also, dass seine Mannschaft das Spiel auch deutlich gewann. Auf die Heimerer Schulen Basket Landsberg kommt also ein hartes Stück Arbeit zu, was den Zuschauern nicht langweilig werden sollte.

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