Der Teufel im Detail

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Es ist einiges angefallen am Kauferinger Sportzentrum: Ab Mai wird saniert und die Kosten dafür belaufen sich auf rund 4,723 Euro.

Kaufering - Es wird ernst mit der Sanierung der gemeindeeigenen Sporthalle in der Bayernstraße. Der Marktgemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Sanierung einschließlich der Außenanlagen, der Hartplätze und der Sanierung des Schmutzwasserkanals.

Zusätzlich aufgenommen wurden auf Vorschlag von SPD-Ratsmitglied Thomas Salzberger ein Beachvolleyball-Platz, eine Kugelstoßanlage und eine Weitsprunganlage. Einen Wermutstropfen mussten die Ratsmitglieder allerdings schlucken. Bauamtsmitarbeiter Hermann Bader berichtete dem Gremium, dass man mit Mehrkosten in Höhe von 822.000 Euro gegenüber der ersten Kostenschätzung vom November 2013 rechnen müsse. Die Gesamtkosten der Sanierung der Halle steigen nun auf 4,723 Millionen Euro. 

Das Gesamtpaket einschließlich der Außenanlagen wird sich sogar auf 5,4 Millionen Euro belaufen. Die Bauarbeiten und somit auch die Kosten werden über drei Jahre verteilt. Bader erläuterte die Details der einzelnen Baukostenerhöhungen. Unter anderem fallen statt der geplanten 30.000 Euro Gerüstkosten 136000 Euro an. Beim Brandschutz fallen 51000 Euro mehr an und für den Vollwärmeschutz muss die Gemeinde 84000 Euro mehr auf den Tisch legen.

„Die exakten Kosten sind Grundlage für unsere Förderanträge“, sagte Bürgermeister Erich Püttner. Da die Mehrzweckhalle gleichzeitig auch Schulturnhalle ist, darf Kaufering sowohl von der Regierung von Oberbayern als auch vom Landkreis Förderung erwarten, anteilig nach der schulischen Nutzung. Kämmerer Winfried Plaß gab eine vorsichtige Schätzung ab. Er rechne mit einem Förderbetrag von rund 1,2 Millionen Euro.

Püttner wies das Gremium darauf hin, dass man die Zuschüsse in einem Gesamtpaket beantragen müsse. Der Marktgemeinderat fasste den Grundsatzbeschluss für die Sanierung der Halle einstimmig und schuf somit die Voraussetzungen für die Förderungsanträge.

Der zeitliche Ablauf sieht vor, dass in diesem Jahr Hallendecke, Prallwände, Fenster im Obergeschoss, Heizung, Lüftung, Brandschutz, Beleuchtung und die Sanitäranlagen Ost saniert werden. 2015 folgen dann der Sanitär Südbereich, Fenster im Erdgeschoss, Flachdach, Fußböden, Garderoben, der Behindertenaufzug, Fluchtwege und Trockenbau.

Im folgenden Jahr 2016 sind die Außenanlagen und die Feuerwehrumfahrung geplant. 2017 sollen die Zäune für die Außenanlagen, das Lagergebäude und die Hartplätze gerichtet werden.

Siegfried Spörer

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