Mit 37 Sportwagen auf den Hohenpeißenberg – Porsche-Club schenkt SOS-Kinderdorf Ammersee

Die Sonntagsausflügler auf dem Hohenpeißenberg kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Mit sattem Motorengeräusch arbeitete sich ein Porsche nach dem anderen den Berg hinauf – insgesamt 37 der PS-starken Traumautos, die Hälfte davon mit offenem Verdeck, bevölkerten in kurzer Zeit den Parkplatz. Heraus kletterten gut gelaunte Fahrer und über 20 restlos begeisterte Buben und Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf in Dießen, denen der Porsche-Club Isartal-München einen unvergesslichen Nachmittag bescherte.

Schon der Auftakt der Fahrt war ein Erlebnis: Aus der langen Reihe der im SOS-Kinderdorf parkenden Sportwagen durften die Kinder und Jugendlichen „ihr“ Gefährt für den Nachmittag selbst wählen. In kürzester Zeit, lacht Clubpräsident Erwin Pfeiffer, standen die Kleinen – zum Teil bewaffnet mit ihrem Kindersitz – neben ihrem Favorit oder machten es sich gleich in den schnittigen Wagen bequem und warteten ungeduldig auf die Abfahrt. Die Qual der Wahl war groß: Die Autos, die mit ihren Fahrerinnen und Fahrern bis aus Neuburg an der Donau und vom Chiemsee her angereist waren, funkelten in der verschiedensten Farben von weiß bis grün, schwarz oder rot, waren brandneu wie der 997 GT2 oder schon in gehobenem Alter wie der Turbo Targa. Außerdem gab es echte Knüller wie den 996 GT 3 RS oder einen 996 Turbo Cabrio. Dann ging es im Konvoi über Weilheim zum Hohenpeißenberg. „Die Fahrt war toll“ schwärmten die Kids – und die 59 Clubmitglieder freuten sich über die Gespräche mit ihren jugendlichen Beifahrern. Bei Eis und Kuchen – zu je einem Drittel spendiert vom Club, vom Porsche-Zentrum München-Süd und von den Mitgliedern – kamen sich Fahrer und Kinder dann noch näher und es wurde ordentlich gefachsimpelt und die Autobahn-Route für den Heimweg besprochen. Als die Kids zurück in Dießen noch Käppis und Fahrradschlösser der Clubbank Kreissparkasse München-Starnberg und je ein Modellauto und eine Urkunde zur „bestandenen“ Ausfahrt erhielten, waren sie selig – und Präsident Pfeiffer hatte sein Vorhaben erfolgreich umgesetzt, den Buben und Mädchen ein Erlebnis zu verschaffen, das mit Geld nicht zu bezahlen ist. Denn mit Geld unterstützt er als langjähriger Spender das SOS-Kinderdorf schon lange. Pfeiffer, selbst Adoptivkind, sagt „die Idee, Kinder in einer behüteten Umgebung eine Chance auf ein gutes Leben zu geben“, besonders zu. Deshalb initiierte er vor drei Jahren schon die erste Porsche-Fahrt und wird mit seinem genau vor 25 Jahren gegründeten Club den Kindern wohl noch ein weiteres Mal einen unvergesslichen Tag bescheren.

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