Investoren können anfangen, Verträge abzuschließen

Startschuss fürs Lechland

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Der erste Bauausschuss fürs neue Lechland ist genehmigt. Das angebotene Sortiment wird derweil noch diskutiert.

Landsberg – Eigentlich ist noch nicht alles geklärt, aber die offenen Fragen zur Zahl der Stellplätze betreffen nicht den ersten Bauabschnitt. Daher gab der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt bereits den Startschuss für das Projekt Lechland an der Lechwiesenstraße. Damit können die Investoren Verträge schließen, wohl auch mit EDEKA.

Strittig war letztlich nur ein Thema: Welche Sortimente dürfen im Lechland angeboten werden? Darf es dort ein Sportartikelgeschäft, eine „Depot“-Filiale, einen Non-Food-Discounter (wie „Action“), einen Drogeriemarkt wie „dm“ und ein Schuhgeschäft geben? Ausgangspunkt ist die „Landsberger Liste“, deren Ziel es ist, Bürger zu bewegen, in der Innenstadt, besonders in der Altstadt, einzukaufen.

Um das zu erreichen, haben der Stadtrat oder der Ausschuss einem geplanten Drogeriemarkt im Lechland bereits vor einiger Zeit die Zustimmung versagt. Die gleiche Entscheidung trafen die Gremien beim geplanten Drogeriemarkt im ­Papierbach-Quartier. Begünstigt davon ist die Ulmer Müller Holding, die den Drogeriemarkt in der Hubert-von-Herkomer-Straße betreibt. Für die jeweiligen Lebensmittelgeschäfte, in beiden Fällen wohl ­EDEKA, sind diese Entscheidungen durchaus problematisch. Regale voll Küchen- und Toilettenpapier passen nicht in ihr Konzept. Sie würden die Kombination der beiden Sortimente an einem Ort begrüßen.

Keine Bedenken hatte der Bauausschuss nun gegen das Sportartikelgeschäft, die „Depot“-Filiale und den Non-Food-Discounter. Bei der beantragten Zulassung eines Schuhgeschäfts votierte der Bauausschuss mit acht zu fünf Stimmen für die Zulassung. Stadtrat Franz ­Daschner (UBV) teilte freilich mit, dass der im Gespräch befindliche Einzelhändler der Laupheimer Filialist „Peter Kern Schuhhandel“ sei. Und der verkaufe nicht nur Schuhe, sondern auch Mode und ­Accessoires. „Schuhe und Mode sind unsere Leidenschaft“, erklären Peter Kern und Elke ­Hüller-Kern auf ihrer Website.

Allerdings ist das Sortiment offenbar unterschiedlich. „Lässige unkomplizierte Markenmode für jeden Tag und jede Frau“ verkauft KERN eigenen Angaben zufolge bislang nur in Mindelheim, Schongau und Wasserburg. Ist das auch in Landsberg geplant? Elke Hüller-Kern wollte darüber auf Anfrage des KREISBOTEN noch keine definitive Auskunft geben. Ohnehin scheint das Unternehmen noch nicht endgültig entschlossen zu sein, ins Lechland zu gehen: „Das hängt auch davon ab, wer die anderen Einzelhändler sind“. Im Moment sieht es so aus, dass es kein Fitnessstudio und keine Gastronomie geben wird, wohl aber einen Elektronik- und einen Sonderposten-Markt, plus Lebensmittel und die jetzt genehmigten Nutzungen.

Auch Oberbürgermeister Mathias Neuner ging am Tag nach der Sitzung davon aus, dass in einem Schuhgeschäft Schuhe verkauft werden und andere Artikel das Sortiment allenfalls abrunden. Sollte KERN also weitergehende Pläne haben, müsste das Thema wohl noch einmal auf die Tagesordnung kommen.

Werner Lauff

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