Zuschüsse für etwa 20 Landsberger

Stadt Landsberg fördert Lastenräder

Mann fährt ein Lastenfahrrad.
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Die Stadt fördert Lastenfahrräder (Symbolfoto) – nach zwei Jahren ist der Antrag der Grünen endlich durch.
  • Werner Lauff
    VonWerner Lauff
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Landsberg – „Die Stadtverwaltung entwickelt Förderrichtlinien für die Anschaffung von Lastenrädern für Gewerbetreibende, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Privatpersonen. Im Haushalt 2020 werden hierzu 10.000 Euro bereitgestellt.“ Diesen Antrag stellte die Fraktion der Grünen am 13. Mai 2019. Doch die Etatisierung erfolgte erst im Haushalt 2021. Und für die Ausarbeitung der Richtlinie brauchte die Stadtverwaltung, genauer die Abteilung „Stadtentwicklung und Bauwesen“, ganze zwei Jahre.

Es bedurfte erst einer deutlichen Ermahnung der Grünen Anfang Juni, um die Förderung endlich auf den Weg zu bringen, verbunden mit der Ankündigung von Fraktionschefin Ulrike Gömmer, ansonsten „im Rahmen des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung (vergangene Woche) dem Ärger über die nicht nachvollziehbare Verzögerung in dieser Angelegenheit Ausdruck zu verleihen“. Schließlich gebe es in den benachbarten Städten genug Musterrichtlinien. Bereits 2019 hatten die Grünen auf entsprechende Rege­lungen in Dachau, Wolfratshausen und, Regensburg hingewiesen.

Allerdings hat sich durch das Liegenlassen ein positiver Effekt ergeben. Da Unternehmen, Freiberufler, Vereine und Kommunen seit März 2021 beträchtliche Bundeszuschüsse für E-Lastenräder erhalten, erstreckt sich die Landsberger Förderrichtlinie nun nur noch auf Privatpersonen und Eigentümergemeinschaften. Lastenfahrräder werden gefördert, wenn sie eine Nutzlast von mindestens 120 Kilogramm aufweisen, vom Fahrrad unlösbare Transportmöglichkeiten besitzen und deutlich mehr Volumen aufnehmen können als ein herkömmliches Fahrrad. Gemeint sind Bauformen wie „Long John“, „Trike“ oder „Longtail“. In diesem Fall beträgt der maximale Zuschuss 500 Euro, bei Rädern mit „batterieelektrischer Tretunterstützung“ 800 Euro.

Der nachgeschobenen Erweiterung des Antrags der Grünen auf Fahrradanhänger mochte die Stadtverwaltung zunächst nicht folgen; sie befürchtete „uner­wünschte Mitnahmeeffekte wegen der großen Bandbreite“. Letztlich einigte sich der Stadtrat, der den Antrag fast einstimmig verabschiedete, bei Anhängern auf höchsten 250 Euro Zuschuss bei einer zulässigen Zuladung von mindestens 40 Kilogramm.

In beiden Fällen muss der Antrag vor Abschluss des Kaufvertrags erfolgen. Die Antragsbearbeitung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs. Sind die 10.000 Euro aufgebraucht, geht man leer aus. Insgesamt kommen je nach Antriebsart also wohl etwa 20 Landsberger in den Genuss der Förderung.

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