Grüne fordern mehr Pfandbecher

Weniger Coffee-to-go in der Lechstadt

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Das reCup-Pfandsystem ist derzeit nur in zwei Landsberger Bäckereien im Einsatz. Die Stadt will es jetzt fördern.

Landsberg – Pfandbecher für Coffee-to-go soll es nach dem Willen der Grünen-Stadtratsfraktion künftig in mehr Landsberger Geschäften geben. Bisher beteiligen sich erst zwei Bäckereien an dem Pfandsystem reCup, bei dem pro Becher ein Euro Pfand hinterlegt und bei Rückgabe – in allen teilnehmenden Geschäften – wieder ausgezahlt wird. Die Stadt will nun mit einer Anschubfinanzierung mehr Einzelhändler zum Mitmachen animieren. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat mit nur einer Gegenstimme.

Alle Geschäfte, die sich an reCup für mindestens zwei Jahre beteiligen, erhalten von der Stadt zwei Drittel des Systembeitrags für die ersten zwölf Monate. Die beiden Bäckereien, die bereits mitmachen, sollen den Zuschuss rückwirkend ebenfalls bekommen. Konkret geht es pro Geschäft um etwa 200 Euro.

Die Höhe des Systembeitrags richtet sich nach der Länge der Vertragslaufzeit, wie auf der reCup-Website zu erfahren ist. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren zahlt das Geschäft 28 Euro im Monat, bei drei Jahren sind es 25 Euro. Das System biete sich aufgrund der Nähe zu München und der deutschlandweit starken Verbreitung an, argumentieren die Grünen.

Zur Begründung wird auf bekannte, gleichwohl schockierende Zahlen verwiesen: „Jedes Jahr werden in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher für Coffee-to-go verbraucht und nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Gestapelt reichen diese Becher von der Erde bis zum Mond.“ Auf der Erde landen sie meist in öffentlichen Mülleimern und verursachen Entsorgungskosten für die Kommunen.

Die einzige Gegenstimme kam von Petra Ruffing (CSU). „Wir sollten Steuergeld für Projekte einsetzen, die der Bürger nicht alleine durchführen kann“, so ihr Argument. Schließlich stehe es jedem frei, zu den beiden Bäckereien zu gehen, die das System anbieten. 

Ulrike Osman

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