Verkehrssünder-Kontrolle im Großformat

Stadt Landsberg testet mobilen Blitzer

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Im Moment steht er in der Holzhauser Straße, danach wandert er in die Schwiftinger Straße: der mobile Blitzer, den die Stadt zu Testzwecken ausgeliehen hat.

Landsberg – Normalerweise sind Blitzer nahezu unsichtbar. Bei dem mobilen Gerät, das sich die Stadt momentan ausgeliehen hat, ist das anders: Es ist unübersehbar. „Wir wollen erst einmal testen, ob das Gerät gut funktioniert“, sagt Ordnungsamtschef Ernst Müller. Ist das der Fall, werde man 2020 das Gerät nochmals ausleihen. Und vielleicht später auch kaufen.

Der Vorteil: Das teilstationäre Messgerät, so die korrekte Bezeichnung, beinhaltet zwei Blitzer. Man kann also Temposünder in beide Richtungen erwischen. Natürlich ist dieser Blitzer auf dem Anhänger auch gut zu transportieren. Und die Geräte sind dort sicher verbaut: „So ein mobiles Messgerät kostet neu 150.000 Euro. Allein 50.000 entfallen auf den Anhänger“, konkretisiert Müller. So sei dort neben dem sicheren Verbau der Messgeräte auch eine Alarmanlage integriert. Teuer seien aber vor allem die Akkus: „Wenn das Gerät zehn Tage an einem Ort stehen soll, dann braucht das schon eine Menge Energie.“

Der Standpunkt Holzhauser Straße ist der erste von zwei geplanten. In einer zweiten der jeweils zehntägigen Testphasen – zwischendurch wandert das Gerät in einen anderen Landkreis – werde man es in der Schwiftinger Straße aufstellen, sagt Müller. Der Grund für die beiden Standorte: Dort sind viele Schüler, Senioren und Kindergartenkinder unterwegs. Weshalb man die Verkehrsteilnehmer zu korrekten Geschwindigkeiten animieren wolle. „Am Wochenende und nachts wird deshalb nicht gemessen“, verspricht der Ordnungsamtschef.

Das Gerät sei seit knapp drei Jahren auf dem Markt, aber erst seit diesem Jahr dürften es Straßenbehörden verwenden. Nun wolle man testen, wie kompliziert der Aufbau ist, wie viele Fehler es gibt, wie gut die Fotos sind, wie lang die Akkus halten und wie gut der Datentransfer ins stadteigene System funktioniert.

Zwar ist das jetzt nur ein Test. „Aber Knöllchen gibt‘s trotzdem“, warnt Müller. Denn die Auskunft über den Halter eines Fahrzeuges bekommt das Ordnungsamt vom Kraftfahr-Bundesamt nur, wenn eine reale Ordnungswidrigkeit vorliegt.
Susanne Greiner

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