Ehrenabend der Stadt Landsberg:

"Dank ist die stärkste Form der Bitte"

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Gemeinsam bringen sie es auf viele Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements: die Empfänger der Stadtehrennadel in Silber und Gold sowie der Kommunalen Dankurkunde, die Oberbürgermeister Mathias Neuner (2. Reihe, rechts) gemeinsam mit Moderatorin Eva Mähl (2. Reihe, links) im Rathausfestsaal verlieh.

Landsberg – „Was wäre die Stadtgesellschaft ohne Ehrenamt?“ Mögliche Antworten auf diese Frage von Oberbür­germeister Mathias Neuner bleiben glücklicherweise Theorie, solange es Menschen gibt wie die, die Neuner am Freitag Abend im Rathausfestsaal auszeichnen konnte. 25 engagierte Landsberger wurden für jahre-, in vielen Fällen sogar jahrzehntelange Aktivität im Ehrenamt mit der Stadtehrennadel gewürdigt.

Wer sich freiwillig für andere einsetzt, macht darum – und um die eigene Person – meist nicht viel Aufhebens. Mit Geld zu bezahlen sei das Engagement nicht, betonte OB Neuner. Umso wichtiger aber sei es, den Betreffenden zu danken. Was durchaus nicht ohne Hintergedanken geschah, denn: „Dank ist die stärkste Form der Bitte.“ Er hoffe, die Ehrenamtlichen würden weitermachen mit ihren diversen Aufgaben und auch in Zukunft Begeisterung bei all jenen auslösen, mit denen sie zu tun haben, so Neuner. Da sich die Zeiten geändert haben, sei mittlerweile freiwilliges Engagement vielfach projektbezogen und nur noch von kurzer Dauer.

Nicht so bei den Hauptperso­nen des Ehrungsabends. In Gold ging die Stadtehrennadel an 13 Landsberger, die sich in vielfältiger Weise um das Stadtleben verdient gemacht haben. Im Jahr des Ruethenfestes wurde Franz Krauß ausgezeichnet, dessen Name seit 1991 untrennbar mit der Veranstaltung verknüpft ist. Moderatorin Eva Mähl beschrieb ihn als „Tausend­sassa“, der viele neue Impulse gesetzt habe und der auch bei der Landsberger Bühne und der Lebenhilfe aktiv ist.

Undenkbar wäre das Ruethenfest auch ohne Edith Schmid, die unter anderem ein zentrales Element des Festes – den Bürgertanz – mit den Kindern einstudiert. OB Neuner hat zu der ehemaligen Rektorin der Grundschule am Spitalplatz aber auch eine persönliche Beziehung: „Sie hat mir vor 45 Jahren Schreiben und Lesen beigebracht“, verriet der OB.

Helmut Stemmer brachte es bis dato auf 47 Jahre in Diensten der Fischergilde Barbara, deren Gründungsmitglied und Vorsitzender er über lange Zeit war. Seit 43 Jahren betätigt sich Uwe Webers ehrenamtlich in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen – vom Männerchor über die Christuskirche und die CSU bis hin zur Arche Landsberg. Die Reservistenkameradschaft Landsberg prägt Bruce Grillmayer seit 29 Jahren, während das langjährige Engagement von Erna und Hermann Huber der katholischen Pfarrgemeinde Zu den Heiligen Engeln zugute kommt.

Zweimal ging die Goldene Ehrennadel der Stadt Landsberg an Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr, viermal an Ehrenamtliche des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Über die Auszeichnung in Silber freuten sich Vertreter von Arbeiterwohlfahrt, Ruethenfestverein, BRK und Jugendrotkreuz sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Eine kommunale Dankurkunde des Freistaats Bayern konnte Neuner an drei seiner Stadtratskollegen übergeben, die ihm trotz unterschiedlicher politischer Couleur und gelegentlicher Auseinandersetzungen ans Herz gewachsen seien, wie das Stadtoberhaupt versicherte. Traudl Lüßmann aus der Grünen-Fraktion, UBV-Fraktionschef Christoph Jell und Dritter Bürgermeister Axel Flörke erhielten die Auszeichnung für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement.

Für Begeisterung bei den Gästen sorgte die musikalische Umrahmung des Abends, gestaltet von einer Formation mit Zungenbrecher-Namen: dem Trio de Hot Club de M Belleville.

Ehrennadeln in Gold und Silber

• Stadtehrennadel in Silber: Hildegard Muggli (18 Jahre, AWO Ortsverein Landsberg), Gudrun Braml (20 Jahre, Ruethenfestverein), Berta Prummer (24 Jahre, BRK Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Theresia Angelescu (19 Jahre, BRK Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Brigitte Linder (16 Jahre, BRK Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Anja Röck (22 Jahre, Gemeinschaft Jugendrotkreuz), Richard Schuster (20 Jahre, Malteser Hilfsdienst), Antje Mayer-Oldenburg (17 Jahre, Hospiz- und Palliativverein Landsberg), Heidi Zerle (17 Jahre, Hospiz- und Palliativverein Landsberg), Barbara Böck (21 Jahre, Hospiz- und Palliativverein Landsberg).

• Stadtehrennadel in Gold: Elisabeth Wagner (30 Jahre, BRK Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Daniel Haberl (25 Jahre, BRK Bereitschaft Landsberg), Thomas Berghammer (26 Jahre, BRK Bereitschaft Landsberg), Anton Friesenegger (44 Jahre, BRK Bereitschaft Landsberg), Jürgen Ram (44 Jahre, Freiwillige Feuerwehr Landsberg), Josef Hirschvogel (41 Jahre, Freiwillige Feuerwehr Landsberg), Erna und Hermann Huber (34 Jahre, Kath. Pfarrgemeinde Zu den Heiligen Engeln), Edith Schmid (28 Jahre, Ruethenfestverein), Franz Krauß (27 Jahre, Ruethenfestverein und Landsberger Bühne), Uwe Webers (43 Jahre, Arche Landsberg), Helmut Stemmer (47 Jahre, Fischergilde Barbara), Bruce Grillmayer (29 Jahre, Reservisten Kameradschaft Landsberg im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr).

Ulrike Osman

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